Zum Inhalt springen

Wildcampen und Biwakieren in Deutschland und Österreich

Wildcampen und Biwakieren in Deutschland und Österreich

Wildcampen in Deutschland und Österreich: Das solltest du wissen, bevor du losziehst

Wildcampen ist eine fantastische Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben, abseits von überfüllten Campingplätzen und touristischen Hotspots. Doch bevor du deine Zelte in Deutschland oder Österreich aufschlägst, gibt es einiges zu beachten. Die rechtliche Lage ist in beiden Ländern nicht ganz einfach, und es gibt wichtige Regeln, um die Natur zu schützen und den respektvollen Umgang mit der Umwelt sicherzustellen. In diesem Blogeintrag erfährst du alles Wichtige, was du wissen musst, bevor du zum Wildcampen in Deutschland und Österreich aufbrichst.

1. Ist Wildcampen erlaubt?

In Deutschland:
Wildcampen ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Das Bundesnaturschutzgesetz sowie Landesgesetze untersagen das Übernachten außerhalb von offiziellen Campingplätzen in der freien Natur. Besonders in Naturschutzgebieten, Nationalparks und Waldgebieten wird streng durchgegriffen. Das Verbot soll nicht nur die Natur schützen, sondern auch Wildtiere und die Privatsphäre von Grundbesitzern. Allerdings gibt es Ausnahmen: In einigen Bundesländern ist das sogenannte „Biwakieren“ – also das Übernachten ohne Zelt, nur im Schlafsack oder unter einer Plane – in Notsituationen erlaubt.

In Österreich:
In Österreich sind die Regeln ähnlich komplex, und die Gesetzeslage variiert stark von Bundesland zu Bundesland. Während Wildcampen in einigen Regionen (z. B. Wien, Niederösterreich) verboten ist, gibt es in den Alpenregionen wie Tirol und Vorarlberg größere Toleranz. Auch hier gilt: In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist das Campen strikt untersagt. Das „Biwakieren“ wird in den österreichischen Alpen oft toleriert, vor allem in Notfällen oder auf langen Trekkingtouren. Allerdings solltest du dich immer vorher über die spezifischen Regeln der Region informieren, die du besuchen möchtest.

2. Die „Duldungsregel“: Was bedeutet sie?

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gibt es den Begriff der „Duldung“. Das bedeutet, dass das Wildcampen oft stillschweigend geduldet wird, wenn du dich respektvoll verhältst, die Natur schonst und keine Spuren hinterlässt. Das gilt vor allem für abgelegene Gebiete, in denen du keine Zäune oder Verbotsschilder siehst. Doch auf diese „Grauzone“ solltest du dich nicht verlassen – im Zweifel immer nachfragen! Wenn du auf privatem Grund übernachtest, benötigst du unbedingt die Erlaubnis des Besitzers.

3. Leave No Trace – Die Natur respektieren

Egal, wo du dein Lager aufschlägst, die wichtigste Regel lautet: Hinterlasse die Natur so, wie du sie vorgefunden hast. Der „Leave No Trace“-Grundsatz ist beim Wildcampen unerlässlich. Das bedeutet:

  • Müll mitnehmen: Alles, was du in die Natur bringst, nimmst du auch wieder mit. Hinterlasse keine Abfälle, auch keine biologisch abbaubaren wie Essensreste.
  • Kein Feuer machen: Offenes Feuer ist in den meisten Gebieten strengstens verboten, da es Waldbrände auslösen kann. Stattdessen solltest du auf Campingkocher zurückgreifen.
  • Wildtiere nicht stören: Respektiere die Wildtiere und ihre natürlichen Lebensräume. Halte Abstand und vermeide laute Geräusche.
  • Wasserquellen sauber halten: Vermeide es, Seifen oder Chemikalien in natürlichen Wasserquellen zu verwenden. Das kann die Wasserqualität und die Tierwelt gefährden.

 

4. Ausrüstung fürs Wildcampen

Wenn du legal und sicher wildcampen möchtest, ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Hier sind einige Dinge, die du beachten solltest:

  • Kompaktes Zelt oder Biwak-Sack: Gerade beim Wildcampen solltest du möglichst unauffällig bleiben. Ein kleines, unaufdringliches Zelt oder ein Biwak-Sack sind ideal.
  • Schlafsack und Isomatte: Achte auf eine gute Isolation, besonders in den Bergen, wo es nachts auch im Sommer kalt werden kann.
  • Campingkocher: Wie bereits erwähnt, ist offenes Feuer oft nicht erlaubt. Ein kleiner Campingkocher ist daher die beste Alternative.
  • Wasserfilter: In abgelegenen Gebieten ist sauberes Trinkwasser oft schwer zu finden. Ein Wasserfilter oder Entkeimungstabletten können hier helfen.
  • Leichte, aber robuste Kleidung: Bereite dich auf wechselnde Wetterbedingungen vor, insbesondere in den Bergen, wo das Wetter schnell umschlagen kann.

5. Alternative: Trekking-Camps und ausgewiesene Plätze

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, gibt es in Deutschland und Österreich mittlerweile einige legale Alternativen zum Wildcampen. In einigen Regionen wurden spezielle Trekking-Camps eingerichtet – einfache, oft nicht kommerzielle Campingplätze mitten in der Natur. Diese sind häufig nur zu Fuß erreichbar und bieten den Vorteil, dass du legal campen kannst, ohne auf die Nähe zur Natur verzichten zu müssen.

In Deutschland sind solche Plätze z. B. in der Eifel, im Schwarzwald oder im Pfälzerwald zu finden. In Österreich gibt es ähnliche Konzepte in den Alpenregionen. Diese Plätze bieten oft minimalistische Ausstattung wie Feuerstellen und Toiletten und erlauben dir ein naturnahes Camping-Erlebnis ohne Konflikte mit den Gesetzen.

Fazit

Wildcampen in Deutschland und Österreich ist möglich, aber es erfordert einiges an Vorbereitung und Wissen über die lokalen Regeln. Informiere dich unbedingt vor deiner Reise über die geltenden Gesetze und respektiere die Natur. Wenn du dich verantwortungsvoll verhältst und die Grundregeln beachtest, steht einem unvergesslichen Outdoor-Abenteuer nichts im Weg.

Leichte Wanderungen im Allgäu & Umgebung

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.