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Wandern bei Regen – Diese Tipps solltest du kennen

Wandern bei Regen - Tipps

Wandern bei Regen – Diese Tipps solltest du kennen

Wandern im Regen kann eine ganz besondere Erfahrung sein. Die Natur zeigt sich von einer anderen, mystischen Seite: Nebelschwaden ziehen über die Hügel, die Farben leuchten intensiver, und das Rauschen des Regens wirkt beruhigend. Doch um die Tour wirklich genießen zu können, bedarf es einer guten Vorbereitung. Hier sind die wichtigsten Tipps, die du kennen solltest, um auch bei Regen sicher und angenehm wandern zu können.

1. Die richtige Kleidung – Schichtsystem ist der Schlüssel

Beim Wandern im Regen ist das Schichtprinzip dein bester Freund. Durch den Wechsel von Regen und Pausen kann es schnell passieren, dass du zwischen kalten und warmen Phasen pendelst. Ein mehrschichtiges Outfit hilft dir, deine Körpertemperatur besser zu regulieren.

  • Basisschicht: Atmungsaktive Funktionswäsche leitet Feuchtigkeit von der Haut weg und verhindert, dass du auskühlst.
  • Mittelschicht: Ein wärmender Fleece oder eine Softshelljacke sorgt für zusätzliche Isolierung.
  • Außenschicht: Eine gute, wasserdichte und atmungsaktive Regenjacke ist unverzichtbar. Sie hält dich trocken, während sie gleichzeitig Schweiß nach außen ableitet.

Vergiss nicht die Regenhose – sie verhindert, dass Nässe durch die Kleidung an deine Beine gelangt und sorgt dafür, dass du dich auch nach Stunden im Regen noch wohlfühlst. Hier solltest du auf eine Regenhose setzen, die zu einem gewissen Teil auch Atmungsaktivität mitbringt oder Lüftungsschlitze hat.

2. Passendes Schuhwerk – trockene Füße sind das A und O

Nasse Füße sind nicht nur unangenehm, sie können auch Blasen und Scheuerstellen verursachen. Achte daher darauf, wasserdichte Wanderschuhe zu tragen, idealerweise mit Gore-Tex® oder einer ähnlichen Membran. Wasserdichte Gamaschen sind eine sinnvolle Ergänzung, um zu verhindern, dass Wasser von oben in die Schuhe läuft, vor allem wenn du durch hohe Wiesen oder matschige Wege wanderst.

Extra-Tipp: Packe ein zweites Paar Socken ein! Sollte doch einmal Wasser in die Schuhe gelangen, können trockene Socken wahre Wunder wirken.

3. Ein zuverlässiger Rucksack – gut gepackt, gut geschützt

Ein wasserdichter Rucksack oder zumindest ein Rucksack mit Regenschutz ist beim Wandern im Regen ein Muss. Besonders bei längeren Touren möchtest du sicherstellen, dass deine Ersatzkleidung, Snacks und Karten trocken bleiben. Verstärke den Schutz, indem du wichtige Gegenstände zusätzlich in wasserfesten Beuteln oder Zip-Lock-Tüten verstaust.

4. Wanderstöcke – Stabilität auf rutschigem Untergrund

Regen macht die Wege oft rutschig, besonders auf steilen Passagen oder in Waldgebieten über Erdboden und Wurzeln. Wanderstöcke bieten dir zusätzliche Stabilität und entlasten gleichzeitig deine Gelenke. Sie können dabei helfen, das Gleichgewicht zu halten und Ausrutschen zu vermeiden – besonders auf matschigen oder steinigen Wegen.

5. Angepasste Routenwahl – Sicherheit geht vor

Nicht jede Wanderroute ist bei Regen gleichermaßen geeignet. Besonders steile oder ausgesetzte Pfade können bei Nässe gefährlich werden. Wähle bei schlechtem Wetter lieber eine einfachere Tour mit weniger steilen Anstiegen oder rutschigen Felsen. Informiere dich vorher über die Beschaffenheit des Weges und passe deine Wanderroute den Wetterbedingungen an.

6. Genügend Pausen – aber an den richtigen Orten

Auch wenn es verlockend ist, im Regen durchzulaufen, um schneller ins Trockene zu kommen, solltest du dennoch regelmäßig Pausen machen. Wähle jedoch deine Pausenorte weise. Ein trockener, windgeschützter Unterstand oder eine Hütte ist ideal, um sich kurz zu erholen. Vermeide es, auf nassen Steinen oder kaltem Boden zu sitzen, da dies zu einer schnellen Auskühlung führen kann.

7. Elektronik schützen – Smartphone und Co. sicher verpacken

Ein Smartphone, GPS-Gerät oder eine Kamera sind wertvolle Begleiter auf jeder Wanderung. Doch bei Regen können diese Geräte schnell Schaden nehmen. Verwende wasserfeste Hüllen oder packe die Elektronik in Plastiktüten, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. So bist du im Notfall erreichbar und kannst deine Wanderung dokumentieren, ohne dass die Technik leidet.

8. Den Regen genießen – die Natur bewusst wahrnehmen

Wandern im Regen erfordert nicht nur eine gute Ausrüstung, sondern auch die richtige Einstellung. Statt sich über das nasse Wetter zu ärgern, versuche, die besondere Atmosphäre zu genießen. Der Regen dämpft Geräusche, die Luft ist frisch und rein, und die Landschaft wirkt oft fast magisch. Nutze die Gelegenheit, um bewusst langsamer zu gehen und die Details der Umgebung auf dich wirken zu lassen.

Fazit

Wandern im Regen kann eine unvergessliche Erfahrung sein, wenn man gut vorbereitet ist. Mit der richtigen Ausrüstung, einem durchdachten Plan und der passenden Einstellung steht einem tollen Erlebnis nichts im Weg. Lass dich von ein paar Regentropfen nicht abschrecken – manchmal sind es gerade die nassen Wanderungen, die die schönsten Erinnerungen hinterlassen!

Weitere hilfreiche Tipps erhältst du hier.

Leichte Wanderungen im Allgäu & Umgebung

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.