Rundwanderung zur Burgruine Eisenberg und Hohenfreyberg im Ostallgäu
Die Doppelburg-Anlage aus Eisenberg und Hohenfreyberg gehört zu den eindrucksvollsten Ruinenkomplexen im Allgäu. Diese leichte Rundwanderung verbindet lebendige Regionalgeschichte mit Panoramablicken auf die Allgäuer Alpen und einer Einkehr auf der Schlossbergalm.
Von Zell über Eisenberg zur Schlossbergalm
Wir starten die Tour am Wanderparkplatz oberhalb von Zell. Wer den direkten Aufstieg meidet, wird mit einer abwechslungsreichen Runde belohnt: Wir wandern zunächst hinab in den Ort und biegen vor der Kirche links in den Burgweg ein. Der Straße folgend orientieren wir uns am nächsten Wegweiser in Richtung Eisenberg. Auf dem Verbindungsstück zwischen Zell und Eisenberg öffnet sich bereits das Panorama der Ostallgäuer Promenade. Nach dem Alternativparkplatz P1 geht es auf dem Fußweg entlang der Straße nach Eisenberg. Kurz hinter dem Landgasthof zweigen wir links ab (Ausschilderung „Schlossbergalm“).



Der Weg geht rasch in einen breiten Forstweg über und gewinnt an Steigung. An einer Weggabelung im Wald halten wir uns links – hier steilt das Gelände spürbar an. An der darauffolgenden Kreuzung erneut links halten. Wichtig für die Krafteleinteilung: Das kurze Waldstück fordert bei warmer Witterung etwas Kondition. Wenige Minuten später öffnet sich das Gelände an der Schlossbergalm (1.000 m), die neben regionaler Einkehr eine freie Sicht auf das Voralpenland bietet.




Erkundung der Burgruine Eisenberg und Hohenfreyberg
Von der Schlossbergalm führt der Weg gut beschildert durch den Wald hinauf zur Burgruine Eisenberg (1.055 m). Die Anlage aus dem 14. Jahrhundert beeindruckt durch ihre freigelegten Grundmauern und den Blick auf die Schwesterburg Hohenfreyberg. Nach der Erkundung folgen wir kurz dem Aufstiegsweg und halten uns auf dem breiten Gratweg geradeaus weiter zur Burgruine Hohenfreyberg (1.070 m). Als eine der letzten spätmittelalterlichen Burgenbauten Deutschlands zeigt sie imposante Wehrmauern und bietet eine weite Aussicht über das Allgäuer Seenland bis zum Hauptkamm.







Abstieg nach Zell
Der Rückweg führt zunächst auf demselben Pfad von Hohenfreyberg zurück, bevor der Wanderweg nach rechts in Richtung Zell abzweigt. Der Abstieg verläuft im oberen Abschnitt durch schattigen Wald, im unteren Bereich über freie Wiesenflächen. Das Gelände weist hier vereinzelt steilere Abschnitte auf. Praxis-Tipp: Teleskop-Wanderstöcke entlasten hier die Kniegelenke spürbar, besonders bei feuchtem Untergrund. Der Weg führt direkt zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz oberhalb von Zell.


Die Berghupfer-Einschätzung & Wandertipp
Die Runde zu den Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg ist eine lohnende Halbtagestour für Familien und Kulturinteressierte. Die Wege sind technisch unschwierig, erfordern aber wegen kleinerer Wurzel- und Steinstufen Grundtrittsicherheit. Für Kinderwagen ist die Route aufgrund unebener Wegabschnitte ungeeignet; mit Trage oder Kraxe lässt sich die Runde dagegen problemlos absolvieren.
