Zum Inhalt springen

Hählekopf – Schneeschuhwanderung im Kleinwalsertal

Hählekopf - Schneeschuhwanderung im Kleinwalsertal

Kurzportrait

Schöne, mittelschwere Schneeschuhwanderung auf den Hählekopf im Kleinwalsertal. In ca. 720 Höhenmetern und 14,1 km geht’s von der Auenhütte über die Schwarzwasserhütte (Einkehrmöglichkeit) auf den Gipfel und über die Ifersguntalpe wieder ins Tal. Vorsicht im Gipfelbereich bei angespannter Lawinensituation! Die beste Wanderzeit ist von Dezember bis März, je nach Schneelage.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

720 hm

Abstieg

720 hm

Distanz
14,1 km
Dauer
5h 10m
Höchster Punkt

2058 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
WT3

Schlüsselstelle
Im Gipfelbereich gibt es potenziell lawinengefährdete Stellen
Wege
Einkehrmöglichkeit
Schwarzwasser Hütte, Auenhütte
Beste Wanderzeit
Dezember, Januar, Februar, März
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe
Touren in der Nähe
Keine Schneeschuhtouren in der Nähe

Schneeschuhwanderung auf den Hählekopf

Für unsere heutige Tour wählen wir als Startpunkt den Tourengeher-Parkplatz an der Auenhütte im Ifen-Skigebiet. Von dort wandern wir los Richtung Schwarzwasserhütte, den ersten Teilabschnitt unserer zweitägigen Besteigung. Auf wunderschönen, gewalzten Wege geht’s hinein ins Schwarzwassertal, großteils entlang des Schwarzwasserbachs. Bis zur Alpe Melköde ist die Anzahl an Höhenmetern recht überschaubar. An der Alpe angekommen wird’s steiler. Teils durch den Wald geht es hier einige Höhenmeter bergauf. Schon bald ist die Schwarzwasserhütte zu sehen und wir steigen die restlichen Meter bis zur Hütte auf.

Für uns ist hier heute Endstation, wir haben bewusst eine Übernachtung mit eingeplant. Bei gutem Essen und einem tollen Hüttenfeeling fallen wir bald in einen tiefen Schlaf und werden erst am Morgen durch die Batteriewarnung eines LVS-Geräts geweckt. Und so machen wir uns schon bald nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung Hählekopf. Gut zu wissen: Derzeit finden Bauarbeiten an der Hütte statt, deshalb bleibt diese vrs. bis Sommer 2027 geschlossen!

Der Aufstieg zum Hählekopf

Unser nächstes Etappenziel heißt Gerachsattel. Unterhalb von Grünhorn und Steinmandl wandern wir auf einem breiten Weg durch die verschneite Landschaft hinauf zum Sattel. Am Gerachsattel angekommen erhalten wir tolle Blicke ins Lechtal. Hier endet dann auch die Beschilderung und wir begeben uns ins freie, weglose Gelände. Oft sind bereits Spuren von Vorgehern vorhanden, ich habe dir trotzdem mal den ungefähren Aufstiegsweg in die Karte eingezeichnet. Am Besten schaust du aber direkt vor Ort nach den Verhältnissen und wo du deine Spur optimal legen kannst. Vorsicht gilt im Gipfelbereich des Hählekopfs, sowohl beim Auf- als auch beim Abstieg. Bei angespannter Lawinensituation bieten auch hier die Hänge Lawinenpotenzial.

Am Gipfel angekommen erhalten wir ein wunderbares, verschneits Bergpanorama. Einfach schön.

Auf dem Weg zum Gerachsattel

Der Abstieg

Für den Weg zurück zur Auenhütte steigen wir nun nordöstlich des Gratverlaufs (also auf der anderen Seite) den Hang hinunter Richtung Ifersguntalpe. Dort angekommen folgen wir den Spuren und halten uns leicht nach links. Ziel ist es hier etwas weiter vorderhalb der Alpe Melköde rauszukommen. Und dort treffen wir dann auch wieder auf unseren Weg von gestern, den wir genau so Richtung Parkplatz zurück wandern.

Fazit

Eine wunderschöne Tour in wunderschöner Landschaft. Bei den richtigen Verhältnissen absolut zu empfehlen.

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wie schwierig ist die Schneeschuhwanderung auf den Hählekopf?

Die Tour gilt als leicht bis mittelschwer und ist für erfahrene Anfänger bis fortgeschrittene Schneeschuhwanderer geeignet. Einzelne steilere Abschnitte erfordern Trittsicherheit.

Wie lange dauert die Schneeschuhtour?

Für den Aufstieg zum Hählekopf sollten etwa 3 Stunden eingeplant werden. Mit dem Abstieg ergibt sich eine Gesamtzeit von 5 bis 5,5 Stunden.

Wie viele Kilometer und Höhenmeter umfasst die Route?

Die Strecke beträgt 14,1 Kilometer (Hin- und Rückweg) und überwindet etwa 720 Höhenmeter.

Wo startet die Schneeschuhwanderung auf den Hählekopf?

Die Tour startet typischerweise am Parkplatz der Auenhütte im Kleinwalsertal. Parkmöglichkeiten sind vorhanden, bitte hier die Tourengeher-Parkplätze am Anfang nutzen. Außerdem gibt es eine Busverbindung mit Endhaltestelle direkt an der Auenhütte. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Oberstdorf.

Spielt die Lawinengefahr eine Rolle?

Die Route verläuft überwiegend in lawinensicheren Gebieten, dennoch sollte die Schneelage geprüft werden. Bei ungünstigen Bedingungen ist Vorsicht geboten, besonders auf und unterhalb von freien Hängen!

Welche Ausrüstung wird empfohlen?

Empfohlen werden Schneeschuhe, Stöcke mit Schneetellern, wasserdichte Bergschuhe sowie warme, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz und ausreichend Verpflegung. Ebenfalls eine Offline-Karte, sowie Lawinenausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde).

Gibt es Einkehrmöglichkeiten?

Ja, am Start- & Endpunkt liegt die Auenhütte, dazwischen bietet die Schwarzwasserhütte regionale Köstlichkeiten.

Wann ist die beste Zeit für die Schneeschuhwanderung?

Die optimale Zeit liegt zwischen Dezember und März, abhängig von Schneelage und Wetterbedingungen.

Für wen eignet sich die Schneeschuhwanderung?

Die Tour eignet sich sowohl für erfahrene Anfänger und Fortgeschrittene mit etwas Bergerfahrung. Gut zu wissen: Du teilst dir die Tour bis zur Schwarzwasserhütte mit Winterwanderern, sowie die gesamte Route mit Skitourengehern.

Warum ist die Schneeschuhwanderung auf den Hählekopf beliebt?

Die Wanderung bietet eine schöne Winterlandschaft im Kleinwalsertal, eine moderate Herausforderung bei oft geringer Lawinenlage und panoramareiche Ausblicke.

Icon Achtung

Frühling im Tal - Winter in den Bergen
Während im Tal nach und nach der Frühling Einzug hält herrscht in den mittleren und höheren Lagen noch tiefster Winter. Beachte bei deiner Tourenplanung im Frühling besonders, dass viele Wege teils noch unter einer hohen Schneedecke liegen und tageszeitlich bedingt vereist oder sehr sulzig sein können. Achte stets auch auf die Lawinensituation vor Ort und plane deine Touren sorgfältig. Lawinen können sich im Frühling u.a. durch Erwärmung spontan und von selbst lösen.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Weitere Touren-Empfehlungen für dich

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.