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Üntschenspitze – Schöne Rundwanderung im Kleinwalsertal

Üntschenspitze-Grat-Gipfel

Kurzportrait

Mittelschwere Bergtour auf die Üntschenspitze zwischen Kleinwalsertal und Lechtal (T4+). Viele Gratabschnitte, die Schlüsselstelle liegt am Grat Richtung Hintere Üntschenspitze mit teils ausgesetzten, felsigen Stellen. Einzige Einkehrmöglichkeit ist die Bärgunthütte, beste Wanderzeit ist von Juli bis September. Tolle Bergpanorama-Blicke inklusive.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

1060 hm

Abstieg

1060 hm

Distanz
15,8 km
Dauer
8h 35m
Höchster Punkt

2135 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T4+

Schlüsselstelle
Teils ausgesetzter Grat auf dem Weg zur Hinteren Üntschenspitze
Wege
Teils anspruchsvolle Alpinwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Bärgunthütte
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Wanderung auf die Üntschenspitze

Für die heutige Wanderung wählen wir einen eher unbekannten Gipfel im Allgäuer Raum, die Üntschenspitze. Erreichbar ist diese übers Starzeljoch und anschließend über die Güntlespitze, hoch über Baad im Kleinwalsertal.

Los geht’s also am Wanderparkplatz in Baad. Von dort wandern wir zuerst durchs Dorf bergauf und zweigen schon bald nach links auf den Güterweg ab, der anschließend in den Starzelweg übergeht. Unser Weg verläuft schön gelegen oberhalb des Turabachs und windet sich teils steiler den Berg hinauf. Einige Kehren später erreichen wir schließlich die unbewirtschaftete Starzelalpe. Für unseren weiteren Weg zweigen wir an dieser nach links ab und folgen dem Wegweiser Richtung Starzeljoch.

Am Starzeljoch angekommen erhalten wir das erste Mal einen schönen Blick ins Lechtal auf der einen Seite und zurück ins Kleinwalsertal und die Allgäuer Alpen auf der anderen Seite. Für unsere Rundwanderung wählen wir erneut den Weg nach links Richtung Hochstarzel und Güntlepsitze. Von nun an geht es am Grat entlang weiter. Dieser ist an manchen stellen etwas luftiger und felsiger und teils mit Drahtseilen versichert. Trittsicherheit und Ausdauer sind auf dieser Tour definitiv notwendig!

Und so wandern wir immer schön gelegen am Grat entlang bis zum Derrenjoch und weiter hinauf zur Güntlespitze. Am Güntlejoch angekommen zweigen wir nach rechts ab und machen einen Abstecher zu unserem heutigen Tagesziel, der Üntschenspitze. Was immer wieder auffällt an diesem Tag sind die wunderschönen herbstlichen Landschaften. Aber auch abseits des Herbstes ist es hier wunderschön zu wandern, denn die Gegend ist selbst im Sommer nicht überflutet mit Wanderfreunden und grad im Sommer blüht es hier richtig schön.

Die Üntschenspitze und der Weg zurück

Vorbei am Häfner Joch geht es dir letzten Meter am Grat hinauf zur Üntschenspitze. Und schließlich stehen wir oben und erhalten einen wunderschönen 360° Bergpanormama-Blick.

Nach einer gemütlichen Rast starten wir unseren Weiterweg und somit den Weg zurück nach Baad. Der hat’s auf jeden Fall nochmal in sich. Den ersten Teil kennen wir bereits und wandern auf bekannten Wegen zurück zum Güntlejoch. Hier zweigen wir nun nach rechts ab und folgen weiter dem luftigen und teils felsigen Gratverlauf. Hier stehen keine Sicherungshilfen zur Verfügung, leichte Ausgesetztheit spielt aber durchaus eine Rolle.

Am kleinen Gipfelkreuz der Hinteren Üntschenspitze angekommen wählen wir steilen und schottrigen Weg nach rechts Richtung Üntschenpass. Dort angekommen zweigen wir nach links ab und wählen den Weg Richtung Stierlochalpe. Je nach Jahreszeit ist die Wegfindung hier nicht immer otpimal gegeben, denn teils hohes Gebüsch versperrt immer wieder den Weg.

Weiter bergab geht’s durch den Wald bis wir schließlich die einzige Einkehrmöglichkeit auf unserer Tour erreichen, die Bärgunthütte. Und eine Einkehr haben wir uns hier heute redlich verdient! Auf breiten Wegen geht es anschließend entlang des Bärguntbachs hinunter zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Fazit

Eine schöne Wanderung mit tollen Ausblicken in die umliegende Bergwelt. Wer sich einen ausgesetzten Grat zutraut, der kommt definitiv auf seine Kosten! Auch kann man die Runde je nach Ausdauer noch um den Gipfel des Walmendinger Horns und der Ochsenhofer Köpfe erweitern.

Viele weitere mittelschwere Wanderungen im Allgäu, Kleinwalsertal und im Tannheimer Tal findest du hier.

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wie lange dauert die Rundwanderung auf die Üntschenspitze ab Baad?

Die Rundwanderung ab Baad dauert etwa 7 – 8,5 Stunden, abhängig von Kondition, Pausen und Wetterbedingungen. Die Route ist knapp 16 km lang mit einem Höhenunterschied von ca. 1.060 Metern.

Wie schwer ist die Wanderung auf die Üntschenspitze?

Die Tour ist als mittelschwer bis schwer einzustufen. Es sind teils steile Anstiege und alpines Gelände, sowie ausgesetzte Passagen am Gratverlauf zu bewältigen. Trittsicherheit und gute Kondition sind Voraussetzung.

Wann ist die beste Jahreszeit für die Rundwanderung?

Die beste Zeit ist von Juli bis September, wenn die Wege schneefrei sind und die Bergwiesen blühen.

Welche Ausrüstung sollte ich mitnehmen?

Für die Tour empfehle ich dir:

  • Wanderschuhe mit gutem Profil
  • Wetterfeste Kleidung
  • Wanderstöcke
  • Ausreichend Proviant und Wasser (Einkehrmöglichkeit erst fast am Ende der Tour)
  • Karte oder GPS-Navigation
  • Sonnenschutz

Gibt es Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke?

Entlang der Rundwanderung gibt es keine direkten Hütten, daher empfehle ich dir ausreichen Proviant und Trinken mitzunehmen. Einzig fast am Ende der Wanderung liegt die Bärgunthütte, die zur Stärkung und Belohnung einlädt.

Gibt es lohnende Aussichtspunkte auf der Üntschenspitze?

Ja, die Üntschenspitze bietet Panoramablicke auf das Kleinwalsertal, die Lechtaler und die Allgäuer Alpen. Besonders ab dem Starzeljoch erhältst du durch die langen Gratwege tolle Ausblicke in sämtliche Richtungen.

Ist die Runde auch für Kinder oder Anfänger geeignet?

Die Tour ist nicht für Anfänger oder Kinder geeignet. Sie erfordert Erfahrung im alpinen Gelände und eine gewisse Ausdauer.

Wie komme ich nach Baad?

Baad ist mit dem Auto und per Bus erreichbar. Parkmöglichkeiten gibt es direkt in Baad. Alternativ kann die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Richtung Oberstdorf erfolgen.

Kann ich die Tour erweitern?

Ja, zum Beispiel bietet sich der Weg vom Walmendinger Horn über die Ochsenhofer Köpfe und das Grünhorn an. Dann wird die Tour allerdings sehr lang.

Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.