Zum Inhalt springen

Wanderung auf Hoher Göll und auf Hohes Brett via Alpeltal

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

1.400 hm

Abstieg

1.400 hm

Distanz
14,5 km
Dauer
10h 51m
Höchster Punkt

2.522 m m

Schwierigkeit

Schwer
von 6 | T4 – UIAA I

Schlüsselstelle
Vorsicht bei der Gratüberschreitung zwischen Hoher Göll und Hohem Brett – Weg teils ausgesetzt.
Wege
Großteils anspruchsvolle Bergwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Keine Einkehrmöglichkeit
Beste Wanderzeit
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Touren in der Nähe

Diese schöne und ausdauernde Rundwanderung bringt dich auf Hoher Göll und aufs Hohe Brett in den Berchtesgadener Alpen

Wanderung auf Hoher Göll via Alpeltal (T4)

Für unsere Wanderung auf den Hohen Göll wählen wir den Zustieg über den Alpeltalsteig. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Hinterbrand, den du sowohl mit dem Auto, als auch mit dem Bus erreichen kannst. Für den Einstieg wandern wir die Scharitzkehlstraße wieder etwas bergab und folgen schon bald dem Wegweiser nach rechts in den Wald. Der Weg wird schnell ziemlich steil – Stöcke können hier eine nützliche Aufstiegshilfe sein. Nun geht es in einigen Kehren zum Teil unter Bäumen und auch unter Felswänden bergauf, weshalb ich dir hier einen das Tragen eines Steinschlaghelms wärmstens empfehlen kann.

An mehreren Stellen ist der Weg auch mit einem Stahlseil versichert, dass dir an teils leicht ausgesetzten Stellen Halt bietet. Ja, die Tour startet gleich etwas anspruchsvoller und auch auf dem Weiterweg warten immer wieder herausfordernde Wegstellen auf uns.

Nach etwa 1,8 km wird der Weg felsdurchsetzter und wir nähern uns der Karstwüste unterhalb der Alpelköpfe und rund um die Umgäng. Teils sind etwas größere Schritte erforderlich, um die von der Natur geschaffenen Gesteinskreationen zu erklimmen. Auch der ein oder andere etwas höhere Absatz ist im Auf-, bzw. Abstieg zu bewältigen. Eine wirklich beeindruckende Landschaft! Die Wegfindung ist hier ziemlich gut, ich habe selten zuvor solch ein Meer an Markierungen gesehen.

Auf etwa 1.932m Höhe erreichen wir die Umgäng und den ersten Wegweiser seit dem Einstieg. Der Weiterweg führt uns erneut durch die Karstwüste unterhalb des Göll-Massivs. Da wir die Wanderung im Spätherbst begehen, sind auch das ein oder andere Schneefeld zu queren. Schließlich erreichen wir das Ende des Alpeltalsteigs und zweigen nach links Richtung Hoher Göll ab.

Nun folgen einige Kehren, die uns im felsigen Gelände zuerst zum Kuchlerkreuz und anschließend weiter auf den Hohen Göll führen. Und hier erhalten wir sowohl einen super schönen Blick ins Tal, als auch auf die uns umgebende Berchtesgadener Bergwelt – wow!

Überschreitung Hoher Göll – Hohes Brett (T4 – UIAA I)

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast, bei der die recht motivierten Alpendohlen immer wieder versuchen unser Essen zu stibitzen, entscheiden wir uns für den Aufbruch zur Überschreitung. Wir wandern zuerst wieder hinab zum Abzweig in den Alpeltalsteig und wählen hier den Weg geradeaus Richtung Hohes Brett. Auch unterhalb des Großen Archenkopfs erwarten uns heute einige Schneefelder, die aber gut zu meistern sind. Anschließend geht es über einen kleinen „Kraxelturm“ hinauf auf den Grat.

Auf der wunderschönen Gratüberschreitung warten immer wieder leicht ausgesetzte Stellen auf uns, einige davon sind mit Drahtseil versichert. Nach und nach schiebt sich das Watzmann- und Hochkalter-Massiv in unser Blickfeld und als wir schließlich den Gipfel des Hohen Brett erreichen erhalten wir einen super schönen Ausblick auf Königssee, Jenner, Watzmann, Hochkalter und Co – traumhaft schön!

Königssee mit Jenner, Watzmann und Hochkalter

Der Abstieg

Für den Abstieg wählen wir die Variante Richtung Jenner und anschließend über die Mitterkaseralm ins Tal. Der Abstiegsweg ist teils geröllig und an vielen felsigen Stellen abgespeckt. Hier solltest du nochmal die volle Konzentration auf den Weg richten, erst an der Mitterkaseralm wird es entspannter. Mehrere Wegstellen unterhalb des Hohen Bretts sind auch mit Stahlseilen versichert, die dir zusätzlichen Halt bieten.

An der Mitterkaseralm angekommen wandern wir zuerst auf einem breiten Schotterweg bergab, bevor dieser nach rechts abzweigt und unterhalb der Seilbahn teils durch den Wald, teils entlang der Skipiste nach unten führt. Die letzten Meter wird der Weg wieder breiter und schließlich erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Rundwanderung, den Parkplatz Hinterbrand.

Lohnt sich die Überschreitung von Hoher Göll und Hohes Brett?

Definitiv, wenn du die nötige Bergerfahrung mitbringst. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer sind essentiell. Das Tragen eines Steinschlaghelms im unteren Teil des Alpeltalsteigs kann ich dir ans Herz legen, ein Klettersteigset brauchst du nicht. Viel Spaß!

Mittelschwere Wanderungen findest du übrigens hier.

Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Weitere Touren-Empfehlungen für dich

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.