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Sorgschrofen & Zinken – Mittelschwere Wanderung bei Unterjoch

Wanderung von Unterjoch auf Sorgschrofen und Zinken im Allgäu

Kurzportrait

Mittelschwere Wanderung auf Sorgschrofen und Zinken im Oberallgäu (T4 + UIAA I). Auf der knapp 9,6 km langen und etwa 550 Höhenmeter überwindenden Rundwanderung warten teils anspruchsvolle Wegstellen auf dich. Der felsige Gratverlauf zwischen den Gipfeln ist teils ausgesetzt, teils mit Drahtseil versichert. Die beste Wanderzeit ist hier von Mitte Juni bis September.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

550 hm

Abstieg

550 hm

Distanz
9,58 km
Dauer
4h 02m
Höchster Punkt

1635 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T4+ | UIAA I

Schlüsselstelle
Gratüberschreitung zwischen Sorgschrofen und Zinken teils ausgesetzt, mit Stahlseilen versichert.
Wege
Teils schwere Bergwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Keine Einkehrmöglichkeit
Beste Wanderzeit
Mitte Juni, Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

⚠️ Spoiler vorab: Diese Wanderung solltest du nur machen, wenn du absolut trittsicher und schwindelfrei bist. Die Gratüberschreitung vom Sorgschrofen zum Zinken ist ausgesetzt und trotz Drahtseilversicherung definitiv nicht zu unterschätzen! Bei nassen Verhältnissen ist zudem der Gipfelaufbau rund um den Sorgschrofen heikler zu begehen!

Start der Wanderung auf Sorgschrofen und Zinken ist der Dorfparkplatz am Ortseingang von Unterjoch

Zuerst folgen der Straße in den Ort, bald links abzweigend Richtung Kirche. Von hier aus ist der Weg Richtung Alpe Älpele / Sorgschrofen gut beschildert. Wir folgen dem breiten und geschotterten Wirtschaftsweg in den Wald hinauf. Im Frühling besonders schön werden wir begleitet von Vogelgezwitscher. Auch Rehe und eine Gams zeigen sich kurz, möchten aber dann doch lieber ungestört weitergrasen.

Nach etwa 3 Kilometern erreichen wir eine Abzweigung ab welcher wir dem Wanderweg über eine Weidefläche folgen. Gut zu erkennen: das imposante Massiv des Sorgschrofen direkt vor unserer Nase, noch 400 Höhenmeter entfernt. Über Weidefläche und durch den Wald geht es hinauf zur Älpele Alp und anschließend weiter über einen schmalen Wanderpfad zum finalen Aufstieg des Sorgschrofen.

Hier kann es bei nassen Verhältnissen rutschig werden! Teils in Kletterei im 1. Schwierigkeitsgrad geht es hinauf zum Gipfel. Und hier erwartet uns mal wieder eine tolle Rundumsicht, einfach schön!

Für den Weiterweg ist, wie eingangs erwähnt, hohe Vorsicht, Konzentration, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ein Muss! Direkt nach dem Gipfelkreuz geht es am Stahlseil hinab, teils mit Kletterei im 1. Schwierigkeitsgrad. Immer wieder geht es ab hier teils leicht bergauf, teils leicht bergab bis wir schließlich ans Felsentor gelangen. Hier erreichst du durch einen schmalen Spalt den Aufstiegsweg zum Zinken. Da es mit Rucksack hier durchaus äußerst eng werden kann, kannst du diese Stelle etwas unterhalb auch umgehen.

Der Aufstieg zum Zinken (1.613m)

Der Aufstieg zum Zinken ist fast durchgehend mit Stahlseil versichert und bewegt sich ebenfalls im T4+ Gelände, sowie Kletterei im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA. Die Aussicht ist ähnlich, doch nimmt man den Gipfel gern noch mit.

Der Abstieg

Der Abstieg erfolgt auf einem schmalen Wanderweg über offenes Gelände und durch den Wald hinunter nach Zehrenhöfe und anschließend zurück zum Ausgangspunkt der Tour, dem Dorfparkplatz in Unterjoch.

Lohnt sich die Wanderung auf Sorgschrofen und Zinken?

Das kommt ganz auf deine Bergerfahrung an. Wenn du die Grundvoraussetzungen mitbringst wirst du eine tolle Wanderung haben. Wenn du aber bereits im Aufstieg zum Sorgschrofen oder in umgekehrter Richtung im Aufstieg Richtung Zinken an deine Grenzen kommst, solltest du lieber umdrehen. Vermutlich ist die Wanderung in umgekehrter Richtung einen Tick leichter zu begehen.

Wie hat dir die Wanderung gefallen?
Schreib’s gern unten in die Kommentare.

Interesse an weiteren mittelschweren Wanderungen?

Weitere mittelschwere Wanderungen in der Umgebung findest du hier.

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Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
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# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
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# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
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Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.