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Zirmgrat – Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm bei Füssen

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Kurzportrait

Mittelschwere und abwechslungsreiche Wanderung über den Zirmgrat bei Füssen (T3+). Vom Weißensee führt dich der Weg in 12,4 km und etwa 540 Höhenmetern als Rundtour über den Zirmgrat zur Salober Alm und zurück zum Weißensee, 4-Seenblick inklusive. Die Wanderung über den direkten Gratweg ist teils ausgesetzt. Beste Wanderzeit ist von Mitte März bis Oktober, je nach Schneelage.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

540 hm

Abstieg

540 hm

Distanz
12,4 km
Dauer
5h 04m
Höchster Punkt

1293 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T3+

Schlüsselstelle
Schmaler, teils ausgesetzter Gratweg am Zwölferkopf. Teils sandige / wurzelige Wege im Abstieg vom Salober.
Wege
Teils anspruchsvolle Bergwanderwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Salober Alm
Beste Wanderzeit
Mitte März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Wanderung vom Weißensee über den Zirmgrat

Für den Start unserer Wanderung wählen wir den kostenpflichtigen Parkplatz am nordwestlichen Ufer des Weißensees. Von dort folgen wir zuerst dem Uferweg in südlicher Richtung am wunderschön gelegenen Weißensee mit tollem Blick auf die Ostallgäuer Berge. Bereits nach einigen Metern zweigt der Uferweg auf einen asphaltierten Weg ab und wir folgen nun dem Weg entlang der Hauptstraße nach Roßmoos. Der etwas erhöhte Blick zurück über den Weißensee ist absolut lohnenswert. In Roßmoos angekommen wandern wir durchs Dorf, stets dem Wegweiser Richtung Burgruine Falkenstein folgend.

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Zuerst wandern wir noch über den breiten Fahrweg durch Weideflächen bevor wir schon bald von Bäumen umgeben sind. Auf einem breiten Schotterweg geht es nun meist moderat, teils etwas steiler bergauf. Gut zu wissen: Auch hier halten wir uns in Richtung Burgruine Falkenstein. Über den sog. Beckner Berg geht es weiter bergan und schon bald erreichen wir die asphaltierte Mautstraße zur Blauen Burg. Nach ein paar weiteren Höhenmetern erreichen wir den Luimentalsattel ab dem der eigentliche Gratweg über den markanten Bergrücken im Ostallgäu startet. Optional kannst du hier zuerst noch zur Burgruine wandern, der Weiterweg startet dann ebenfalls an dieser Stelle.

Blick zu den Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Über den Zirmgrat zur Salober Alm

Der Weg wird schnell schmaler und steiler, bietet aber zugleich einen tollen Ausblick auf den Hopfensee und den Forggensee. Wir entscheiden uns für den Einstieg dem Normalweg unterhalb des Einerkopfs zu folgen und ab dem Aussichtspunkt ins Vilstal dem Gratweg über den Zwölferkopf zu folgen. Achtung: Der direkte Gratweg über den Zwölferkopf ist teils ausgesetzt, besonders bei Nässe solltest du hier vorsichtig sein (T3+). Eine Stelle ist dabei mit Drahtseil versichert. Gut zu wissen: Der Gratweg kann auch über den Normalweg auf der Nordseite umgangen werden.

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Vom Gratweg, aber auch später vom Normalweg erwartet dich ein toller Ausblick ins Vilstal, sowie die Tannheimer Berge. Schließlich erreichen wir den Gipfel des Salobers und genießen nochmal die schöne Aussicht bevor wir uns an den Abstieg Richtung Salober Alm machen.

Der Weg führt nun durch den Wald bergab, teils über Wurzeln, teils felsdurchsetzt. An einer etwas sandigen Wegstelle kanns kurz etwas rutschig werden (nicht ausgesetzt), Wurzeln bieten Halt.

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm
Blick zurück zur Burgruine Falkenstein

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Weißenseer Panoramablick und Vierseenblick

Schon bald gelangen wir an einen Wegweiser an dem du die Wahl hast. Direkt zur Salober Alm absteigen (15 Min) oder über den Weißenseer Panoramablick und den Vierseenblick zur einzigen Einkehrmöglichkeit der Tour (20 Min). Wir entscheiden uns natürlich für den aussichtsreicheren Weg, der im Gegensatz zur kürzeren Variante fast ausschließlich durch den Wald führt. Und ja, es lohnt sich, denn der Blick über den Weißensee, Hopfensee, Forggensee und Bannwaldsee ist schon besonders.

Über felsdurchsetztes und wurzeliges Gelände steigen wir anschließend hinab zur Salober Alm und haben uns eine Einkehr redlich verdient.

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm
Weißenseer Panoramablick
Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm
Vierseenblick
An der deutsch-österreichischen Grenze

Die Salober Alm

Der Rückweg über den Alatsee zum Weißensee

Nach einer ausgiebigen Rast mit Bergblick folgen wir dem breiten, teils steilen Schotterweg durch den Wald hinunter zum Alatsee. Am Ufer angekommen erreichen wir nach wenigen Metern den dortigen Parkplatz. Von dort folgen wir der asphaltierten Saloberstraße in nördlicher Richtung hinunter Richtung Weißensee (Ostufer). Wir wandern auf dieser ein gutes Stück bergab, bevor der Weg dann wegweiserlos auf einen breiten Forstweg nach links abzweigt (mit Schranke), der uns direkt ans Ufer des Weißensees bringt. Hier zweigen wir nach links ab und wandern wunderschön gelegen, meist auf einem schmalen Weg (Wurzeln, Schotter, Beton) direkt am Ufer entlang zurück zum Ausgangspunkt unserer Rundwanderung. Achtung noch an einer Stelle: Bereits ein Stück vorher kündigt ein Schild Steinschlaggefahr an. In diesem Bereich solltest du nicht stehen bleiben, sondern zügig weiterwandern.

Glücklich von einer tollen Wanderung erreichen wir schließlich den Parkplatz und lassen noch einen letzten Blick über den Weißensee und die dahinterliegenden Berge schweifen.

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm
Der Alatsee

Uferweg am Weißensee
Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm
Blick über den Weißensee

Lohnt sich die Rundwanderung über den Zirmgrat?

Die Tour über den Zirmgrat lohnt sich allemal. Ob du den direkten Weg über den Grat des Zwölferkopfs wählst oder den Normalweg nimmst solltest du persönlich von deiner Bergerfahrung, Trittsicherheit und deiner Tagesverfassung abhängig machen. Der Ausblick auf die umliegenden Berge ist super schon und auch die Blicke über die zahlreichen Ostallgäuer Seen sind landschaftlich beeindruckend. Und mit der Salober Alm lädt eine nette Einkehrmöglichkeit zum Verweilen ein.

Interesse an leichten Wanderungen geweckt?
Hier findest du weitere mittelschwere Wanderungen im Allgäu und Umgebung.

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Zirmgrat - Aussichtsreiche Wanderung vom Weißensee zur Salober Alm

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wo startet die Wanderung über den Zirmgrat?

Diese Variante startet am Parkplatz am nordwestlichen Ufer des Weißensees.

Wie lange ist die Wanderung?

Die Rundtour ist ca. 12,4 km lang und ist je nach Kondition und Befinden in etwa 4 – 5 Stunden machbar.

Wie viele Höhenmeter hat die Wanderung?

Auf der Rundtour sind etwa 540 Höhenmeter zu überwinden.

Wie schwierig ist die Rundtour über den Zirmgrat?

Die Wanderung ist als mittelschwer (T3+) einzustufen und nur für Bergwanderer mit der nötigen Erfahrung gut machbar. Solltest du dich für den Normalweg entscheiden und nicht den Gratweg wählen ist die Wanderung als T2+ einzustufen.

Ist die Tour für Anfänger geeignet?

Nein, besonders für den Weg am Grat entlang solltest du Trittsicherheit und die nötige Bergerfahrung besitzen.

Ist die Wanderung für Kinder geeignet?

Meine persönlich Empfehlung ist nein. Dafür eignet sich besser die direkte Wanderung zur Salober Alm.

Können Hunde auf die Wanderung mitgenommen werden?

Ich würde diese Wanderung nur bergerfahrenen Hunden zutrauen.

Ist die Wanderung mit dem Bus oder Zug erreichbar?

Die Wanderung über den Zirmgrat ist mit dem Bus erreichbar. In Weißensee, Oberkirch und Roßmoos befinden sich mehrere Bushaltestellen. Der nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Füssen oder im Vilstal in Pfronten-Steinach, sowie in Vils.

Welche Ausrüstung wird für die Wanderung über den Zirmgrat empfohlen?

Für die Wanderung empfehle ich dir folgende Ausrüstung:

  • Stabile Wanderschuhe
  • Ausreichend Trinken und Proviant
  • Wechselkleidung je nach Befinden
  • Regenjacke
  • Sonnenschutz
  • Karte oder Offline – Karte
  • Optional Wanderstöcke

Gibt es Einkehrmöglichkeiten auf der Tour?

Ja, die Salober Alm lädt nach etwa 7 km Strecke zum Verweilen ein. Bergblick inklusive.

Kann die Tour erweitert werden oder gibt es Alternativrouten?

Die Tour kann zum Beispiel um die Burgruine Falkenstein erweitert werden. Weitere Erweiterungen sind im Tal z.B. Richtung Bald Faulenbach.

Wann ist die beste Jahreszeit für eine Wanderung?

Die beste Zeit ist von März bis Oktober. Bitte beachte, dass im Frühling noch Altschneefelder vorhanden sein können, die tageszeitlich- und temperaturbedingt vereist sein können.

Icon Achtung

Frühling im Tal - Winter in den Bergen
Während im Tal nach und nach der Frühling Einzug hält herrscht in den mittleren und höheren Lagen noch tiefster Winter. Beachte bei deiner Tourenplanung im Frühling besonders, dass viele Wege teils noch unter einer hohen Schneedecke liegen und tageszeitlich bedingt vereist oder sehr sulzig sein können. Achte stets auch auf die Lawinensituation vor Ort und plane deine Touren sorgfältig. Lawinen können sich im Frühling u.a. durch Erwärmung spontan und von selbst lösen.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

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Weitere Touren-Empfehlungen für dich

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

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# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.