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Mädelegabel – Mittelschwere Wanderung über Einödsbach

Kurzportrait

Mittelschwere bis anspruchsvolle Bergtour (T4 – UIAA I) über Einödsbach auf die Mädelegabel. Die Schlüsselstellen auf der 15,4 km langen und etwa 1.540 Höhenmeter betragenden Tour befinden sich als Fels- und Geröllpassagen zwischen Waltenbergerhaus und Bockkarscharte und im Gipfelaufbau der Mädelegabel (teils ausgesetzt, leichte Kletterei). Beste Wanderzeit: Juli bis September.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

1540 hm

Abstieg

1540 hm

Distanz
15,4 km
Dauer
11h 5m
Höchster Punkt

2645 m

Schwierigkeit

Mittelschwer – Anspruchsvoll
T4 – UIAA I

Schlüsselstelle
Felsige und geröllige Wegstellen zwischen Waltenberger Haus und Bockkarscharte.
Felsige, teils ausgesetzte, leichte Kletterstellen im Gipfelaufbau.
Wege
⚫ Teils anspruchsvolle Alpinwege
Kies, Erde, Fels, Geröll
Einkehrmöglichkeit
Waltenberger Haus, Berggasthof Einödsbach
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Heute wartet eine wunderschöne und anspruchsvolle Bergtour auf einen der höchsten und bekanntesten Gipfel der Allgäuer Hochalpen auf dich. Du hast die Wahl: Als Tagestour oder mit Hüttenübernachtung auf dem Waltenberger Haus.

Start in Oberstdorf zur Bergtour auf die Mädelegabel (2.645 m)

Zum Start deiner Tour hast du verschiedene Möglichkeiten:

  1. Von Oberstdorf mit dem Bus ins Stillachtal nach Faistenoy (Parkplatz Fellhornbahn). Anschließend geht es zu Fuß weiter nach Einödsbach.
  2. Mit dem Auto bis zum Parkplatz der Fellhornbahn. Um dir den Weg nach und von Einödsbach zurück zu verkürzen empfehle ich dir ein Fahrrad mitzunehmen. Dieses kannst du in Einödsbach abstellen und kannst dich nach deiner Tour zum Parkplatz zurückrollen lassen.
  3. Direkt von Oberstdorf mit dem Fahrrad nach Einödsbach.

Ausgangspunkt ist auf jeden Fall immer Einödsbach – die südlichste Siedlung Deutschlands. Von hier geht es zuerst über einen breiten Forstweg bergan, der schon bald in einen Wanderweg übergeht. Etwas oberhalb, entlang des Bacherlochbachs geht es durch das Bacherloch (Schlucht, in der sich regelmäßig große Mengen Schnee sammeln und durch Lawinen ins Tal befördert werden). Schon bald steilt der Weg an und du kommst an einer etwas ausgesetzten Stelle vorbei, die dank Behelfsbrücken und Stahlseilen gut machbar ist. Sobald du das Felsgelände hinter dir gelassen hast geht es über Wiesenwege hinauf zum Waltenberger Haus. Auf deinem Weg zur Mädelegabel bietet sich hier eine gute Möglichkeit zur Zwischenrast.

Vom Waltenberger Haus auf die Mädelegabel

Weiter geht es über ein unbequemes Schutt- und Geröllfeld hinauf zur Bockarscharte. Stöcke können hier sehr hilfreich sein, um nicht immer wieder einen Schritt rückwärts zu machen. Etwas unterhalb der Bockarscharte geht das Gelände in Blockgelände über. Zupacken ist hier die Devise. Teils mit Stahlseilen versichert folgst du hier den Wegmarkierungen.

Oben angekommen erhältst du einen tollen Blick in die Tiroler Bergwelt und nach Holzgau. Hier triffst du übrigens auf den Heilbronner Weg. Nun folgst du dem Wegweiser nach links Richtung Mädelegabel / Kemptener Hütte. Schon bald erreichst du die ersten Schneefelder des Schwarzmilzferners, dem letzten verbliebenen Allgäuer Gletscher. Angst vor Gletscherspalten musst du allerdings hier keine haben, eher vor Steinschlag der Hochfrottspitze, die du unterhalb im Schnee querst. Bleib hier bewusst auch mal stehen und genieße die Aussicht, oft sieht man bereits an der Bockarscharte den ein oder anderen Steinbock.

So und nun wird es etwas kniffelig, denn der Einstieg zum Aufstieg auf die Mädelegabel ist nicht ganz einfach zu finden. Am Besten folgst du den Spuren im Schnee, bzw. hilfst dir anhand des GPS-Tracks. Über Blockgelände geht es nun bergan. An einer Stelle im unteren Teil des Aufstiegs musst du ein Mal etwas näher auf Tuchfühlung mit dem Fels gehen, danach geht es weiter im T4 Gehgelände und abwechselnden Stellen im I. Klettergrad. Der Weg ist zwar markiert, allerdings solltest du immer genau Ausschau nach der nächsten Markierung halten, denn die Gefahr des Versteigens ist gegeben. Oben angekommen kannst du einen wunderbaren Rundumblick genießen.

Für den Abstieg folgst du dem Aufstiegsweg.

Fazit

Eine ausdauernde Bergtour auf einen der höchsten Allgäuer Gipfel. Ausdauer und Trittsicherheit solltest du hier auf jeden fall mitbringen.

Tipps

  • Stöcke erleichtern den Auf- und Abstieg, besonders im Schutt- und Geröllfeld oberhalb des Waltenberger Hauses
  • Zeit mitbringen und bei Sonnenschein eine Kopfbedeckung, sowie Sonnenschutz
Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

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# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
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# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.