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Rappensee – Wanderung über Einödsbach bei Oberstdorf

Wanderung über Einödsbach zum Rappensee bei Oberstdorf in den Allgäuer Alpen

Kurzportrait

Mittelschwere Wanderung (T2+) zum höchstgelegenen Bergsee Deutschlands, dem Rappensee. Die 16,4 km lange Route überwindet etwa 1.110 Höhenmeter und führt dich an vier Einkehrmöglichkeiten zum See und wieder zurück. Vorsicht, bei Nässe teils rutschige Wegstellen – oft liegt bis lang in den Sommer in einer Rinne des Rappenbachs ein Schneefeld, das es zu queren gilt.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

1110 hm

Abstieg

1110 hm

Distanz
16,4 km
Dauer
8h 52m
Höchster Punkt

2084 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T2+

Schlüsselstelle
Querung Schneefeld in Rinne des Rappenbachs
Wege
Teils anspruchsvolle Bergwanderwege
Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Gasthof Einödsbach, Petersalpe, Enzianhütte, Rappenseehütte
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Link zu Komoot
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Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Wochenende! Wo kann man dieses besser verbringen als in den Bergen?

Schon früh starten wir an diesem Morgen nach Oberstdorf, genauer gesagt etwas südlicher zum Wanderparkplatz Faistenoy im Stillachtal. Mit im Gepäck haben wir heute unsere Fahrräder, um den Fußmarsch ins südlichste Dorf Deutschlands, nach Einödsbach, etwas zu verkürzen. Zur Info: Bis zur Alpe Eschbach verkehrt auch der Linienverkehr ab Oberstdorf.

Start der Wanderung über Einödsbach zum Rappensee

Es ist noch kühl an diesem Morgen, als wir uns aufs Fahrrad schwingen. Die klirrend kalte Luft entlang der Stillach lässt uns direkt etwas bibbern. Aber wir haben ein Ziel vor Augen: Der Rappensee. Hoch über dem Rappenalptal gelegen ist er einer der schönsten Seen der Allgäuer Alpen. Die Fahrt nach Einödsbach bringt die ersten Höhenmeter mit sich und auch die Wärme kehrt zurück in den Körper. Am Gasthof Einödsbach parken wir unsere Fahrräder und können schon das erste Highlight des Tages erblicken: Der Blick auf Trettach, Mädelegabel und Hochfrottspitze.

Den Aufstiegsweg zum Waltenberger Haus lassen wir hier links liegen und steigen rechter Hand ein paar Meter hinab zur Brücke über den Bacherlochbach. Von dort führt uns der Weg entlang des Bergrücken von Habaum und Linkerskopf, oberhalb des Rappenalpbachs auf einem schmalen Wanderweg hinauf zur Petersalpe, der ersten Einkehrmöglichkeit an diesem Samstag. Wir nehmen uns eine kurze Trinkpause bevor uns der weitere Weg rauf zur Enzianhütte bringt.

Weiter geht’s von der Petersalpe zur Enzianhütte

Wir folgen dem Wegweiser weiter Richtung Enzianhütte / Rappenseehütte. In einigen schweißtreibenden Kehren steigen wir über den felsdurchsetzten Steig hinauf zur Enzianhütte, von welcher wir einen wunderschönen Blick ins Rappenalptal und Stillachtal erhalten.

Von der Enzianhütte zur Rappenseehütte

Nach einer kleinen Stärkung steigen wir weiter auf Richtung Rappensee. Doch zuerst queren wir eine Rinne, in welcher sich oft bis in den Sommer hinein ein Schneefeld hält. Anschließend queren wir unter der Materialseilbahn der Rappenseehütte hindurch und steigen in weiteren Kehren hinauf zu dieser. Direkt an der Rappenseehütte befindet sich etwas unterhalb der kleine Rappensee.  Wir entscheiden uns noch ein paar zusätzliche Höhenmeter zugunsten der Aussicht auf uns zu nehmen. So steigen wir noch ein Stück Richtung Rappenseekopf auf und erhalten einen wunderschönen Ausblick auf den 2.047m hoch gelegenen Rappensee. Wenn du möchtest kannst du den Rappensee auch noch umwandern. Übrigens: Sowohl Enzianhütte, als auch Rappenseehütte sind tolle Übernachtungsmöglichkeiten.

Von der Rappenseehütte hast du z.B. die Möglichkeit am Tag darauf den Heilbronner Höhenweg zu begehen. Über die Bockkarscharte kannst du dann zum Waltenberger Haus und wieder zurück nach Einödsbach / Birgsau absteigen. Alternativ setzt du deinen Weg noch zur Kemptner Hütte fort und steigst dort durchs Sperrbachtobel nach Oberstdorf ab (sehr lange und ausdauernde Tour, keine Einkehrmöglichkeit bis zur Kemptner Hütte).

Der Abstieg

Den Abstieg bewältigen wir über den Aufstiegsweg. Alternativ kannst du auch über den Eselweg ins Rappenalptal absteigen und dort über die Fahrstraße zurück nach Birgsau wandern.

Fazit – Lohnt sich der Aufstieg zum Rappensee

Definitiv, aber: Nicht ganz ohne – Ausdauer, Kondition und Trittsicherheit sollten vorhanden sein. Dafür belohnen die Ausblicke jedwede Anstrengung.

Wie hat dir die Wanderung gefallen?
Schreib’s gern unten in die Kommentare.

Hier findest du weitere leichte Wanderungen im Allgäu & Tannheimer Tal

Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.