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Richtige Tourenplanung beim Wandern – Route // Umgebung // Wetter

    Die richtige Tourenplanung ist beim Wandern oder Bergsteigen essentiell. Auch wenn man sich nicht auf alle Ereignisse einstellen kann ist es wichtig, sich im Vorhinein bestmöglich vorzubereiten. Das gilt nicht nur für Touren im hochalpinen Gelände, sondern auch für leichtere Wanderungen.

    Die Tourenplanung teile ich hier in zwei Bereiche auf:
    #1 Route // Umgebung // Wetter
    #2 Bekleidung // Ausrüstung

    Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit dem ersten Punkt.

     

    Die Route

    Es ist immer gut zu wissen wo der Weg langführt. Ich persönlich verwende für die Routenplanung den Kartendienst Komoot. Hier kann man neben der Aktivität auch das Fitnesslevel einstellen und die Punkte auf der Karte bei der Planung individuell setzen. Übrigens: Alle beschriebenen Wanderungen auf meinem Blog haben bereits eine vorgeplante Route, erstellt mit Komoot. Auch die App funktioniert hier gut zur Tourenplanung und die Karte kann im entsprechenden Paket auch offline gespeichert werden.

    Es gibt hier natürlich zahlreiche weitere Anbieter, wie z.B. Outdooractive, AlpenvereinAktiv, Kompass, … Auch bei diesen Diensten gibt es entsprechende Apps für iOS oder Android.

    Eine weitere hilfreiche Seite, die ich selbst gerne oft verwende, ist Google Earth. Hier kann man sich ein 3D-Modell der Landschaft anzeigen lassen und so das Gelände vorab genauer inspizieren und sich damit vertraut machen.

    Zuletzt empfehle ich eine App mit Offline-Karten der entsprechenden Region auf das Smartphone zu laden. Sollte mal kein Empfang möglich sein, was in den Bergen durchaus öfter mal vorkommt, kann man sich im Fall des Verlaufens zurück auf den richtigen Weg navigieren lassen. Ich selbst nutze auch die Möglichkeit vorher geplante Routen per GPX-Datei auf meine Sportuhr zu laden. Dies kann direkt über die oben genannten Kartendienste vorgenommen werden (natürlich nur, wenn deine Sportuhr das auch unterstützt ;-)) ).

     

    Die Umgebung

    Zur richtigen Vorbereitung zählt auch ein Umgebungscheck per Internetrecherche oder Google-Earth:
    / Welche Schwierigkeiten erwarten mich?
    // Wo befinden sich potenzielle ausgesetzte Stellen?
    /// Bestehen Gefahren auf der Tour (Steinschlag, Lawinen, Absturz, …)?
    //// Wo sind die Schlüsselstellen auf der Tour?
    ///// Gibt es Versorgungsmöglichkeiten oder Unterstände (Hütten, Alpen, Biwakschachtel, …)?
    ////// Gibt es Notabstiege (gerade bei längeren Klettersteigen oder Gratwanderungen)?

     

    Das Wetter

    Zu guter Letzt solltest du das Wetter im Blick behalten. Nicht nur hier, sondern auch bei deiner Tourenplanung. Die beiden ersten Punkte kannst du bereits Wochen im Voraus planen, für das Wetter empfehle ich dir dieses am Vorabend und am Tourentag selbst nochmals genau zu prüfen. Ganz wichtig hierbei ist es mögliche Unwettergefahren zu beachten! Ob Regen, Schnee oder Gewitter. Je nach Jahreszeit solltest du auch den Dunkelheitseinbruch im Blick behalten. Und: Nebel kann schnell zu rapider Sichtverschlechterung und Desorientierung führen!

    Für die Wetterprognosen kann ich dir die Dienste Meteoblue, Alpenverein Bergwetter und das signifikante Wetter von Kachelmann empfehlen.

    Wie wir alle wissen kann das Wetter nicht immer genau vorhergesagt werden und ein vorhergesagter sonnenreicher Tag kann durchaus auch mal ins Wasser fallen.

     

    Sei dir bewusst was auf dich zukommt – Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei deiner nächsten Wanderung oder Bergtour :-))

     

    » Zum zweiten Teil der Tourenplanung geht’s hier entlang

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    Wandern im Frühling

    Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

    Gefahren beim Wandern im Frühling:
    # Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
    # Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
    # Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
    # Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

    Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
    # Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
    # Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

    Nützliche Tipps:
    # Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
    # Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
    # Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
    # Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

    Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

    Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
    Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
    Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

    Was bedeuten die Farbpunkte

    Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
    🔵 Leichte, alpine Wege
    🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
    ⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

    Information zur Datenangabe

    Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

    Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.