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Die Zugspitze als Rundtour – Stopselzieher-Klettersteig & Gatterl

Wanderung auf die Zugspitze via Stopselzieher Klettersteig

Kurzportrait

Wunderschöne, anspruchsvolle und ausdauernde Tour auf die Zugspitze über den Stopselzieher-Klettersteig. Die Rundtour ab Ehrwald mit Abstieg übers Gatterl ist in ca. 2.000 Höhenmetern und 23,7 km zu bewältigen. Die nötige Bergerfahrung und Ausdauer muss vorhanden sein, dann steht der Wanderung auf den höchsten Berg Deutschlands nichts mehr im Weg. Die beste Wanderzeit ist von Juli bis September.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

2.000 hm

Abstieg

2.000 hm

Distanz
23,7 km
Dauer
14h 20m
Höchster Punkt

2962 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T4 & A/B

Schlüsselstelle
Klettersteig zwischen der Wiener-Neustädter-Hütte und der Zugspitze. Achtung auf Schneefeldern im Frühsommer!
Wege
Schwere Bergwege
Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Gamsalm, Wiener-Neustädter-Hütte, Münchner Haus, Knorrhütte, Ehrwalder Alm
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Zugspitzbahn
Touren in der Nähe

Diese Wanderung bringt dich auf den höchsten Punkt Deutschlands, die Zugspitze. Über den Stopselzieher-Klettersteig (A/B) geht es rauf, übers Gatterl wieder runter.

Aufstieg über den Stopselzieher-Klettersteig

Es ist noch dunkel an diesem August-Morgen als wir unsere Wanderung am Parkplatz der Ehrwalder Almbahn starten. Wir wandern zum unteren Ende des Parkplatzes und folgen dort dem Koppensteig, der nach rechts in den Wald abzweigt. Über Stock und Stein geht es nun im Wald bergauf, bis wir schließlich die Skihänge erreichen. Dort geht der Weg in einen breiten Schotterweg über und führt uns oberhalb von Ehrwald am Hang entlang zur Gamsalm. Bereits hier lohnt sich der Blick ins Tal, denn die ersten Gipfel werden bereits von der Sonne angestrahlt.

Weiter geht es nun am Waldrand entlang über die Skipiste teils steil bergauf. Oben angekommen geht es durch Bäume und Latschen weiter. Der Schotterweg wird steiler und windet sich in vielen Kehren weiter hinauf, bis wir schließlich das schuttige Gamskar hinter uns lassen und auf einem Sattel ankommen. Achtung Steinschlaggefahr! Als wir den Hang querten haben Gämse etwas oberhalb teils loses Gestein losgetreten.

Am Sattel angekommen erhalten wir eine tolle Aussicht auf den Eibsee, der durch die aufgehende Sonne heute in ein tolles Licht getaucht wird, wunderschön! Nach einer kurzen Fotopause führt uns der Weg weiter Richtung Liftstütze der Tiroler Zugspitzbahn. Achtung, der Weg zweigt hier kurz vor der Liftstütze nach rechts ab und hält danach erst geradeaus auf die Liftstütze zu! Hier gelangen wir ins erste Kraxelgelände und müssen ein paar Felsstufen erklimmen. Ein paar Höhenmeter später erreichen wir schließlich die Wiener Neustädter Hütte, an der wir unsere erste größere Brotzeitpause einlegen.

Morgenstimmung am Eibsee
Die Wiener Neustädter Hütte

Gleich wird’s ernst

Nach der ersten Stärkung wandern wir weiter übers Geröllfeld, das sogenannte Österreichische Schneekar, bergauf. Am Wandfuß angekommen können wir auch schon die ersten Stahlseile erblicken, Zeit also den Helm aufzuziehen. Der nun folgende Klettersteig hat die Schwierigkeit A/B und ist vor allem im unteren Bereich zum Großteil mit Stahlseil gesichert. Ich rate dir dringend hier einen Helm zu tragen. Die Steinschlaggefahr ist nicht zu unterschätzen! Ebenfalls ist ein Klettersteig-Set ratsam, auch wenn wir an diesem Tag keines benutzt haben.

Und so geht es kraxelnderweise den Hang hinauf. Teils über höhere Felsabstufungen, teils über einen Schotterweg erreichen wir auf dem gut markierten Steig bei etwa 2.800m Höhe den Ausstieg und die Zugspitze rückt in greifbare Nähe.

Doch noch sind ein paar weitere Höhenmeter im mit Stahlseil gesicherten Gelände (T3) zu bewältigen. Noch schnell ein paar Treppenstufen rauf und wir stehen am Münchner Haus, der höchstgelegenen Hütte Deutschlands. Wir überqueren das sich mit immer mehr Touristen füllende Plateau und folgen anschließend dem Schild „Gipfel / Summit“ zuerst ein paar Stufen bergab, anschließend wieder auf felsigem Terrain über Eisentritte und eine Leiter, sowie anschließend über ziemlich abgeschmirgelten Fels hinauf zum Gipfelkreuz. Achtung, hier kann es bei großem Andrang sehr schnell voll und auch gefährlich werden! Deshalb etwas Ruhe und Gelassenheit mitbringen und nur wenn du dir absolut sicher bist bis zum Gipfelkreuz gehen!

Der Abstieg zur Knorrhütte und übers Gatterl nach Ehrwald

Auch wenn wir die meisten Höhenmeter bereits hinter uns haben wartet nun ein langer Abstieg auf uns. Zuerst wandern wir wieder auf dem bekannten Weg zurück zum Ausstieg des Klettersteigs. Anschließend folgen wir dem Weg am Grat entlang und folgen dem Wegweiser Richtung Knorrhütte (2h). Über T3-Gelände (schottrig und felsdurchsetzt, zum Großteil mit Stahlseil gesichert, teils ausgesetzt) folgen wir dem Weg weiter bergab. Etwas oberhalb der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, die sich wuchtig an den Schotterhang anschmiegt, mündet der Weg in ein Geröllfeld. Dieses ist sowohl im Aufstieg, als auch im Abstieg äußerst unangenehm zu gehen, Stöcke sind hier eine dankbare Erleichterung. Teilweise mit dem Geröll rutschend erreichen wir schließlich das Zugspitzplatt.

Von dort aus führt uns der Weg zuerst noch über schottriges & karges Gelände, anschließend auch wieder über mit Gras bewachsene Flächen zur Knorrhütte. Von hier aus sind es noch 4h bis nach Ehrwald.

Die Knorrhütte auf dem Abstiegsweg – Eine gut gelegene Einkehrmöglichkeit zur Stärkung

Nach einer Trinkpause machen wir uns weiter auf unserem Weg zum Gatterl und nach Ehrwald. In einem weiten Bogen queren wir die Hänge, teils schottrig, teils felsdurchsetzt und erreichen schließlich das Gatterl, die Grenze nach Österreich. Hier geht es über Felsabstufungen wieder erst wieder etwas bergab, bevor die restlichen Höhenmeter der Tour auf uns warten. Auf einem schmalen Wanderweg führt uns der Weg bergauf, anschließend am Hang entlang und erneut ein Stück bergauf.

Durchs Gatterl geht’s zurück auf die österreichische Seite

Über den Max-Klotz-Steig wandern wir anschließend meist über freies Gelände zur Ehrwalder Alm, die eine letzte Einkehrmöglichkeit auf dem noch ca. einstündigen Abstieg bietet. Von dort folgen wir dem Wiesenweg bergab und erreichen schließlich die Talstation und den Parkplatz an der Ehrwalder Almbahn.

Auf breiten Wegen geht’s zurück zum Parkplatz der Ehrwalder Almbahn

Lohnt sich die Rundtour auf die Zugspitze via Stopselzieher und Gatterl?

Die Tour ist sehr ausdauernd und anspruchsvoll für den normalen Bergwanderer. Deshalb sind hier Kondition, Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit essentiell. Vor allem aber auch ausreichend Essen und Trinken, sowie Sonnenschutz. Wenn du an diese Punkte einen Haken machen kannst wirst du eine tolle Tour in einer landschaftlich super schönen Umgebung genießen können. Viel Spaß!

Dir hat die Wanderung gefallen oder du hast Fragen?
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Hier findest du weitere mittelschwere Wanderungen im Allgäu & Umgebung

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wie schwer ist die Tour über den Stopselzieher-Klettersteig auf die Zugspitze?

Die Tour ist je nach Ausdauer und Bergerfahrung mittelschwer bis anspruchsvoll und richtet sich an geübte Bergwanderer mit Klettersteigerfahrung. Der Stopselzieher ist ein Klettersteig der Schwierigkeit A/B, konditionell aber sehr fordernd, da der Aufstieg ab der Wiener-Neustädter-Hütte bis zum Gipfel lang und teils steil ist.

Wie lange dauert die Wanderung auf die Zugspitze über den Stopselzieher?

Im Durchschnitt benötigt man 7-9 Stunden für den Aufstieg. Der Abstieg übers Gatterl nach Ehrwald dauert zusätzlich 5-6 Stunden. Insgesamt also eine Tagestour von über 14 Stunden!

Brauche ich Klettersteigset und Helm im Stopselzieher?

Ein Helm ist Pflicht, da Steinschlag möglich ist. Ein Klettersteigset ist empfehlenswert, besonders für weniger geübte Wanderer – auch wenn der Steig technisch nicht sehr schwierig ist.

Ist der Abstieg über das Gatterl nach Ehrwald schwer?

Der Gatterl-Abstieg ist technisch leicht, aber sehr lang und erfordert Ausdauer. Der Weg ist gut markiert, aber teilweise steinig und im oberen Bereich ausgesetzt (teils mit Seil versichert).

Wann ist die beste Zeit für die Wanderung?

Die beste Saison ist von Juli bis September, wenn der Stopselzieher weitgehend schneefrei ist. Vorsicht auf Schneefeldern im Frühsommer!

Gibt es Einkehrmöglichkeiten auf der Route?

Folgende Einkehrmöglichkeiten findest du entlang des Wegs:

  • Knorrhütte (im Abstieg Richtung Gatterl)
  • Zugspitz-Gipfelrestaurant
  • Münchner Haus auf der Zugspitze
  • Gamsalm
  • Wiener-Neustädter-Hütte
  • Ehrwalder Alm

Kann man den Aufstieg über den Stopselzieher mit der Bahn abkürzen?

Ja, man kann mit der Zahnradbahn bis zum Zugspitzplatt fahren und nur den Gipfelanstieg gehen. Für die komplette Stopselzieher-Variante ist allerdings keine Abkürzung möglich. Alternativ bringen dich auch die Tiroler Zugspitzbahn, sowie die Zugspitzbahn vom Eibsee aus auf den Gipfel.

Ist die Tour für Anfänger geeignet?

Nein. Die Wanderung ist mittelscher, lang und alpin. Du solltest nur mit ausreichender Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Ausdauer, sowie Erfahrung im alpinen Gelände starten.

Wie viele Höhenmeter hat die Tour?

Sowohl im Auf, als auch im Abstieg sind ca. 2.000 Höhenmeter zu beschreiten.

Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

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Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
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Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
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🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.