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Gerstruben & Hahnenkopf – Wanderung ab Oberstdorf

Wanderung von Oberstdorf nach Gerstruben und auf den Hahnenkopf im Allgäu

Kurzportrait

Wunderschöne Wanderung von Oberstdorf über das ehemalige Bergbauerndorf Gerstruben auf den 1.736 m hohen Hahnenkopf. In ca. 900 Höhenmetern und 14,6 km geht es rauf zum Gipfelkreuz hoch über dem Oytal. Vorsicht im Gipfelaufbau vor leicht ausgesetzten Stellen. Die beste Wanderzeit ist von Juli bis September, besonders im Herbst, wenn sich die Gegenhänge in ein sattes Orange färben.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

900 hm

Abstieg

900 hm

Distanz
14,6 km
Dauer
6h 06m
Höchster Punkt

1736 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T3

Schlüsselstelle
Vorsicht im Hölltobel vor rutschigen Wegstellen.
Gipfelanstieg teils schottrig mit leichter Kraxelei.
Wege
Teils anspruchsvolle Bergwanderwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Berggasthof Gerstruben
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Diese Wanderung führt dich durch den Hölltobel ins schön gelegene Bergbauerndorf Gerstruben und von dort weiter auf den Hahnenkopf. Bist du bereit?

Wanderung von Oberstdorf auf den Hahnenkopf

Start unserer Wanderung ist der Parkplatz Renksteg auf dem Weg Richtung Fellhornbahn. Sollte der Parkplatz bereits belegt sein stehen dir schräg gegenüber auf dem Parkplatz „Grüne Gasse“ weitere Parkplätze zur Verfügung. Wenn du mit dem Bus anreist kannst du ebenfalls hier starten. Während wir der Fahrstraße und dem Wegweiser Richtung Gerstruben folgen erhalten wir bereits immer wieder tolle Ausblicke auf die Oberstdorfer Berge. Die Straße führt uns zunächst die ersten Höhenmeter bis zum Golfplatz Oberstdorf bergan.

Anschließend zweigen wir nach links ab, queren die Trettach über eine Brücke und folgen der Straße weiter bis zum Ortsteil Dietersberg. Der Straße weiter folgend wandern wir weiter rein ins Trettachtal und erreichen bald einen einzelnen Hof an welchem unser Weg Richtung „Gerstruben via Hölltobel“ abzweigt.

Ein Wanderweg führt uns zum und durch den Tobel. Teilweise geht es etwas steiler bergan. Bereits von Weitem nehmen wir das Rauschen des Wasserfalls wahr. An zwei netten Aussichtspunkten kannst du beobachten, wie sich das Wasser des Dietersbachs in die Tiefe stürzt.

Schließlich erreichen wir wieder die Fahrstraße und folgen den letzten Metern zum toll gelegenen Bergbauerndorf Gerstruben. Von hier aus hast du eine wunderbare Aussicht zur Höfats und auf die Bergkette zwischen Himmelhorn und Trettachspitze. Tipp: Auch im Winter ist die Wanderung hierher sehr lohnenswert. Dann empfiehlt sich aber der komplette Aufstieg über die Fahrstraße.

Von Gerstruben zum Hahnenkopf

Etwas erhöht liegt der Berggasthof Gerstruben, eine super Einkehrmöglichkeit. Wir wandern linker Hand an diesem vorbei und folgen nun dem Wegweiser Richtung „Oytal über Lugenalpe“. Interessanterweise ist hier der Hahnenkopf noch nirgends ausgeschildert. Über eine Viehweide geht es weiter den Hang hinauf, teils steiler. Der Weg führt uns nun in den Wald hinein. In einigen Kehren schlängelt sich dieser unter Bäumen bergauf bevor wir ein Bachbett queren und unsere Wanderung durch den Wald fortsetzen.

Schließlich lichtet sich der Wald und wir gelangen an einen Aussichtspunkt mit super Blick auf den Schattenberg-Grat und aufs Nebelhorn. Von hier trennen uns nur noch etwa 100 Höhenmeter bis zu unserem heutigen Gipfel, dem Hahnenkopf.

Gemütlicher Rastplatz

Wir wandern weiter über den Wanderweg bergauf und erreichen schon bald einen Wegweiser, der zum Hahnenköpfle (5 min.) weist. Hier biegen wir nach links ab und folgen diesem. Ab hier wird der Weg ein Stück anspruchsvoller und über leichte Felskraxelei geht es am Bergrücken entlang hinauf zum Gipfelkreuz. Und wow, wir erhalten einen wunderschönen Ausblick ins Oytal und die umliegenden Berge wie Schneck, Nebelhorn und Hochvogel. Eine ausgiebige Gipfelrast ist hier mehr als lohnenswert.

Ausblick auf Schneck und Großen Wilden. Im Hintergrund lugt der Hochvogel durch.

Aussicht auf Oberstdorf, links davon der Riffenkopf.

Der Abstieg

Nach diesen tollen Bergmomenten steigen wir auf dem gleichen Weg wieder hinunter nach Gerstruben. Ab dort wählen wir für den finalen Abstieg dann die Fahrstraße und folgen dieser zurück nach Dietersberg und anschließend am Golfplatz vorbei zurück zum Parkplatz Renksteg.

Lohnt sich die Wanderung auf den Hahnenkopf bei Oberstdorf?

Auf jeden Fall, denn die Aussicht und der Besuch des ehemaligen Bergbauerndorfs Gerstruben sind die Anstrengung wert.

Klingt interessant? Hier gibt’s noch viele weitere mittelschwere Wanderungen im Allgäu und Umgebung

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wie lang ist die Wanderung über Gerstruben auf den Hahnenkopf?

Die Strecke beträgt ca. 14,6 km (Hin- und Rückweg) mit einem Höhenunterschied von rund 900 m. Die Gehzeit liegt zwischen 4,5 und 6 Stunden, abhängig von Pausen und deiner Kondition.

Wie schwer ist die Wanderung?

Die hier beschriebene Route ist als mittelschwer einzustufen. Besonders im Gipfelaufbau sind die Wege schmal und leicht ausgesetzte Stellen vorhanden.

Wann ist die beste Zeit für diese Wanderung?

Die beste Wanderzeit für die Wanderung auf den Hahnenkopf bei Oberstdorf ist von Juni bis September wenn die Wege schneefrei sind.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke?

Ja, in Gerstruben, einem historischen Bergbauerndorf, gibt es einen Berggasthof. Auf dem Hahnenkopf selbst gibt es keine Einkehr, daher ausreichend Proviant mitnehmen.

Wie schwierig ist der Abstieg vom Hahnenkopf?

Der Abstieg ist moderat, aber steile Passagen und schmale Pfade erfordern Vorsicht (besonders im oberen Bereich der Tour). Wanderstöcke sind empfehlenswert, besonders bei feuchtem Untergrund.

Was sollte ich für die Wanderung einpacken?

Für die Wanderung empfehle ich dir:

  • Festes Schuhwerk (Bergschuhe)
  • Wetterfeste Kleidung
  • Rucksack mit Wasser, Snacks und Proviant
  • Wanderstöcke für steile Passagen
  • Karte oder GPS-Gerät

Ist die Wanderung für Kinder geeignet?

Die Tour ist für ältere Kinder (ab ca. 10 Jahren) mit Bergerfahrung machbar.

Welche Highlights erwarten mich auf der Tour?

  • Historisches Bergbauerndorf Gerstruben
  • Panoramablick vom Hahnenkopf ins Oytal und über die Allgäuer Alpen
  • Alpine Flora und Naturidylle

Gibt es Parkmöglichkeiten am Startpunkt?

Ja, mit dem Parkplatz Renksteg und „Grüne Gasse“ etwas außerhalb von Oberstdorf stehen dir gleich zwei Parkplätze zur Verfügung.

Welche Routenalternativen gibt es?

Du kannst die Wanderung auch als Runde gehen und über die Lugenalpen ins Oytal absteigen. Von dort geht es durchs Tal zurück nach Oberstdorf. Die Länge erhöht sich dabei um ca. 1/3.

Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
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Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.