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Großer Ochsenkopf – Schneeschuhwanderung mit Bergpanorama

Großer Ochsenkopf - Schneeschuhwanderung mit Bergpanorama im Allgäu

Kurzportrait

Mittelschwere Wanderung (WT3) auf den Großen Ochsenkopf in den Allgäuer Alpen. Auf der gesamten Tour gibt es keine direkte Einkehrmöglichkeit. Bei der Tourenplanung solltest du unbedingt den aktuellen Lawinenlagebericht beachten. Am Gipfel erwartet dich ein tolles Bergpanorama auf die Allgäuer Alpen und den Bregenzerwald.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

640 hm

Abstieg

640 hm

Distanz
13,5 km
Dauer
5h 26m
Höchster Punkt

1662 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
WT3

Schlüsselstelle
Steiler Aufstieg zum Ochsenkopf – Lawinensituation beachten
Wege
🔴 Meist gut begehbare Wege wenn gespurt.
Teils steilere Geländestellen im mittleren bis oberen Bereich.
Einkehrmöglichkeit
Keine Einkehrmöglichkeit
Beste Wanderzeit
Dezember, Januar, Februar, März
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe
Touren in der Nähe

Diese mittelschwere Schneeschuhwanderung bringt dich auf den Großen Ochsenkopf (1.662 m) in den Allgäuer Alpen.

Los geht’s am Parkplatz Ostertal nahe Gunzesried. Nachdem wir die Parkgebühr per Parkster App (Stand 2026) bezahlt haben starten wir unsere Schneeschuhtour. Dafür folgen wir zuerst der Zufahrtsstraße wieder ein Stück zurück bergauf, bis wir an einem Wegweiser vorbeikommen, der nach rechts Richtung Rangiswanger Horn zeigt. Hier schnallen wir unsere Schneeschuhe an und kurz drauf geht’s auch schon fröhlich munter durch die Oberallgäuer Winterlandschaft.

Rechts im Bild ist bereits der Große Ochsenkopf zu sehen

Der breite Weg ist meist gut erkennbar und führt uns oberhalb des Gunzesrieder Tals zuerst zur unbewirtschafteten Holzschlagalpe und anschließend weiter über freies Gelände, zum Schluss auch kurz durch den Wald zur Oberalpe. Hier zweigt der beschilderte Weg nach links Richtung Rangiswanger Horn ab, nach rechts würde es zurück ins Ostertal gehen – der Weg ist jedoch im Winter eine Wildruhezone und somit über die Wintermonate gesperrt!

Hier wird’s gleich steiler – wir folgen den Tourengehern (linker Bildbereich) und nehmen die Schneise hinter den ersten Bäumen nach rechts

Aufstieg zum Großen Ochsenkopf

Für den Aufstieg zum Gipfel gehen wir ab der Oberalpe ins freie Gelände über. Geradeaus, leicht nach rechts oben führend ist eine breite Schneise erkennbar und genau diese wählen wir für den weiteren Anstieg. Die ideale Linie erkennst du entweder an bereits vorhanden Spuren oder ganz einfach auch am Gelände. Bitte beachte hier die Lawinensituation vor Ort! Zwar ist der direkte Aufstiegsweg nicht unbedingt lawinengefährdet (je nach Lawinenlage!), jedoch können sich aus dem wesentlich steileren Bereich oberhalb durchaus Lawinen lösen. Ein LVS-Gerät, sowie Schaufel und Sonde würde ich dir auf jeden Fall empfehlen.

Blick zurück zum bereits sonnenbeschienenen Rangiswanger Horn
Rechts im Bild der Große Ochsenkopf

Weiter geht’s nun am besten in Kehren bergauf. Dabei taucht auch immer wieder mal das Gipfelkreuz vor unseren Augen auf und Meter für Meter nähern wir uns diesem. Im oberen Teil führt uns der Weg schließlich auf dem Sommerweg weiter empor, bis wir schließlich am Gipfel des Großen Ochsenkopfs stehen und ein tolles 360° Bergpanorama erhalten.

Der Abstieg

Nach einer ausgiebigen Gipfelbrotzeit und Wintergenuss pur entscheiden wir uns schließlich für den Abstieg. In diesem Fall Richtung Südwest, da sich die Tour super als Rundtour machen lässt. Und so folgen wir dem Sommerweg bergab, durchs Hochmoor Richtung Riedberger Horn. Etwa nach 6 Kilometern Gesamtstrecke erreichen wir einen Wegweiser, der nach rechts Richtung Parkplatz Ostertal / Printschen-Alpe weist. Hier zweigen wir rechts ab und wandern erst unter Bäumen, anschließend komplett im freien Gelände auf dem Sommerweg bergab.

An der Printschen-Alpe angekommen geht’s noch ein kleines Stück auf der gleichen Höhe entlang, bevor wir am nächsten Wegweiser rechts abzweigen und final ins Ostertal absteigen. Der Weg ist meist zwischen Holzpfosten gut erkennbar und führt hinab zur Grafenälpehütte. Dort angekommen folgen wir noch etwa 3 Kilometern dem breiten Fahrweg talsauswärts, bis wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt erreichen.

Fragen & Antworten zur Schneeschuhtour

Wo liegt der Große Ochsenkopf im Allgäu?

Der Große Ochsenkopf liegt bei Gunzesried im Oberallgäu in Bayern und ist ein beliebtes Ziel für eine ruhige Schneeschuhwanderung oder Skitour abseits stark frequentierter Routen.

Wie schwierig ist die Schneeschuhwanderung auf den Großen Ochsenkopf?

Die Schneeschuhwanderung gilt als mittelschwer. Sie ist für sportliche Anfänger geeignet, erfordert jedoch Trittsicherheit und eine gute Grundkondition, sowie Erfahrung im Umgang mit Lawinengelände.

Wie lange dauert die Schneeschuhwanderung?

Je nach Kondition und persönliche Präferenzen dauert die Tour auf den Großen Ochsenkopf ca. 4,5 – 5,5 Stunden.

Welche Ausrüstung wird benötigt?

Für die Tour sind Schneeschuhe, feste wasserdichte Berg- oder Winterstiefel, wetterfeste Winterkleidung, Teleskopstöcke mit Schneetellern, Rucksack, Getränke und Verpflegung erforderlich. Ich empfehle dir zusätzlich ein LVS-Gerät, sowie eine Schaufel und Sonde. Selbst für den Fall, dass du nicht selbst in eine Lawine gerätst, vielleicht benötigt ja jemand anderes deine Hilfe.

Wann ist die beste Zeit für die Schneeschuhwanderung?

Die beste Zeit ist von Dezember bis März, abhängig von Schneelage, Lawinensituation und den Wetterbedingungen im Allgäu.

Ist die Schneeschuhwanderung für Anfänger geeignet?

Ja, die Tour ist für sportliche Anfänger geeignet, idealerweise im Rahmen einer geführten Schneeschuhwanderung im Allgäu. Außerhalb einer geführten Tour solltest du Erfahrung im Umgang mit Lawinengelände haben.

Besteht Lawinengefahr auf der Tour?

In der Regel ist die Lawinengefahr gering, dennoch solltest du den aktuellen Lawinenlagebericht in der Tourenplanung berücksichtigen.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten?

Nein, auf der gesamten Tour gibt es keine Einkehrmöglichkeit, Deshalb solltest du ausreichend Trinken und Verpflegung mitnehmen. Unterhalb des Gipfels liegt das Berghaus Schwaben. Hier kannst du einkehren, es sind jedoch zusätzliche Höhenmeter und Wegstrecke nötig.

Was macht die Schneeschuhwanderung auf den Großen Ochsenkopf im Allgäu besonders?

Die Kombination aus Ruhe, unberührter Winterlandschaft, meist sanften Anstiegen und beeindruckendem Allgäuer Alpenpanorama macht diese Schneeschuhwanderung besonders attraktiv.

Icon Achtung

Frühling im Tal - Winter in den Bergen
Während im Tal nach und nach der Frühling Einzug hält herrscht in den mittleren und höheren Lagen noch tiefster Winter. Beachte bei deiner Tourenplanung im Frühling besonders, dass viele Wege teils noch unter einer hohen Schneedecke liegen und tageszeitlich bedingt vereist oder sehr sulzig sein können. Achte stets auch auf die Lawinensituation vor Ort und plane deine Touren sorgfältig. Lawinen können sich im Frühling u.a. durch Erwärmung spontan und von selbst lösen.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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Weitere Touren-Empfehlungen für dich

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

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# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.