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Rauhhorn Überschreitung – Anspruchsvolle Bergtour im Allgäu

Ausblick auf der Rauhhorn-Überschreitung

Kurzportrait

Aussichtsreich und anspruchsvoll, eine Kurzfassung der Rauhhorn-Überschreitung (T5 + UIAA II). 18 km und etwa 1.350 Höhenmeter sind zu überwinden, dabei ausgesetzte Stellen und eine ca. 6m hohe Verschneidung zum Erklimmen im Gipfelbereich. Trittsicherheit und alpine Erfahrung sind hier Voraussetzung. Einkehrmöglichkeit an der Willersalpe & am Konstanzer Jägerhaus im unteren Teil.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

1350 hm

Abstieg

1350 hm

Distanz
18,0 km
Dauer
10h 55m
Höchster Punkt

2240 m

Schwierigkeit

Anspruchsvoll
T5 – UIAA II

Schlüsselstelle
Gipfelaufbau sehr anspruchsvoll und ausgesetzt – Absturzgefahrf!
Wege
Teils anspruchsvolle Alpinwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Willersalpe, Konstanzer Jägerhaus
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Die Überschreitung des Rauhhorns in den Allgäuer Alpen

Für die Rauhhorn-Überschreitung wählen wir als Startpunkt den Parkplatz „Auf der Höh“ am Ortsende von Hinterstein. Zuerst noch über Weideflächen wandern wir schon bald im Wald bergauf und gewöhnen uns langsam an die Höhenmeter, die noch vor uns liegen. Schon bald hören wir das Rauschen des Willersbachs, an dem wir oberhalb entlang wandern und schließlich auch queren, teils mit steileren Wegabschnitten. Wieder im Freien angekommen wandern wir weiter durch eine hochmoorartige Landschaft, bis wir schließlich nach etwa 700 Höhenmetern die Willersalpe erreichen.

Blick von der Willersalpe Richtung Vordere Schafwanne

Nach einer kleinen Stärkung in Form einer Johannisbeer-Schorle nehmen wir den weiteren Anstieg in Angriff. Ein Blick zurück gibt schon tolle Blicke ins Ostrachtal frei. Zuerst noch über Weideflächen wandern wir weiter auf dem Jubiläumsweg Richtung Vordere Schafwanne. Der Weg wird schon bald steiler und gerölliger und über einige Kehren erreichen wir schließlich die besagte Schafwanne. Und treffen: Auf Schafe, wie soll’s auch anders sein.

Gut zu wissen: Du kannst den felsigen Gipfelbereich des Rauhhorns auch umgehen. Steige dafür einfach an der Vorderen Schafwanne ein Stück Richtung Vilsalpsee ab und folge dem Jubiläumsweg zur Hinteren Schafwanne. Hier triffst du wieder auf den eigentlichen Weg.

Tief unter uns liegt der Vilsalpsee im Tannheimer Tal

Der finale Anstieg aufs Rauhhorn

Von hier aus trennen uns noch etwa 180 Höhenmeter bis zum Gipfel. Und die haben’s durchaus in sich. Am kiesigen und felsigen Grat wandern wir Stück für Stück weiter bergauf. Etwas unterhalb des Gipfels erwartet uns dann eine ca. 6m hohe, glatte Verschneidung im 2. Schwierigkeitsgrad , die es zu erklimmen gibt. Diese Stelle markiert auch die Schlüsselstelle der Tour. Ist die Verschneidung erklommen ist das Gipfelkreuz nicht mehr weit. Und schon stehen wir oben und erhalten einen wunderschönen Rundumblick auf die Allgäuer und Lechtaler Bergwelt.

Blick Richtung Schrecksee zum Sonnenuntergang

Der Abstieg zum Schrecksee

… hat’s ebenfalls in sich. Kurz nach dem Gipfel und ein wenig Kraxelei erwarten uns mehrere ausgesetzte Stellen, teils auf glatten Felsplatten. Hier solltest du nochmal hoch konzentriert bleiben. Immer schön am Grat entlang wandern wir nun hinunter, zuerst zur Hinteren Schafwanne und anschließend im Grashang unterhalb des Kugelhorns entlang weiter Richtung Schrecksee, der sich nun zunehmend in unser Blickfeld schiebt. Dort angekommen bietet sich eine erneute Verschnauf- und Genusspause vor dem finalen Abstieg nach Hinterstein an.

Über Weideflächen und teils durch den Wald geht es nun bergab. Anfangs noch gemächlich, unten raus zunehmend steiler und geröllige, besonders unterhalb des Speichersees. An der Fahrstraße zum Giebelhaus angekommen zweigen wir nach rechts ab und folgen dieser zurück nach Hinterstein. Alternativ kannst du hier auch den Bus zurück ins Dorf nehmen.

Fazit:

Die Tour bietet jenen alpinen Anspruch, der sie auch ausmacht. Wanderfreunde mit alpiner Erfahrung und Trittsicherheit kommen hier voll auf ihre Kosten.

Fragen & Antworten zur Bergtour

Was ist die Rauhhorn-Überschreitung?

Die Rauhhorn-Überschreitung ist eine anspruchsvolle Alpintour im Allgäu auf das 2.240 m hohe Rauhhorn mit Gratkletterei und exponierten Passagen. Sie führt als Rundtour zum Gipfel und über den Schrecksee zurück nach Hinterstein.

Wo liegt das Rauhhorn?

Das Rauhhorn liegt am Hauptkamm der Allgäuer Alpen, nahe Bad Hindelang/Hinterstein an der deutsch-österreichischen Grenze.

Wie lang und wie schwer ist die Tour?

  • Distanz: ca. 18 km
  • Höhenmeter: rund 1.350 m
  • Gesamtzeit: ca. 9 – 11 h (abhängig von Tempo, Pausen, Bedingungen)
  • Schwierigkeit: T5 mit Kletterstellen bis UIAA II – nur für erfahrene Bergsteiger mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Ist die Wanderung für Anfänger oder Kinder geeignet?

Nein, definitiv nicht. Die Bergtour aufs Rauhhorn solltest du nur mit der nötigen Alpinerfahrung machen.

Ist es eine Rundtour?

Ja. Klassisch wird die Überschreitung als Rundtour gemacht:
Start in Hinterstein > Willersalpe > Vorderer Schafwanne > Rauhhorn > Hintere Schafwanne > Schrecksee > zurück nach Hinterstein.

Wo liegen die Schlüsselstellen?

Technisch anspruchsvoll sind mehrere Stellen: ausgesetzte Passagen teils über Felsplatten und eine ca. 6 m hohe Verschneidung im II. Grad. Trittsicherheit, alpines Können und mentale Stärke sind unbedingt erforderlich.

Welche Ausrüstung sollte ich mitnehmen?

Für die Rauhhorn-Überschreitung empfehle ich dir folgende Ausrüstung:

  • Helm, Kletterhandschuhe
  • Stabile Bergschuhe
  • Wetterfeste Kleidung
  • Navigationsmittel & Notfallausrüstung
  • Sonnenschutz
  • Ausreichend Proviant & Trinken, es gibt im mittleren bis oberen Bereich der Tour keine Einkehrmöglichkeiten
  • Optional Wanderstöcke (im Gipfelbereich sind diese eher hinderlich)
  • Stirnlampe

Diese Tour erfordert alpine Erfahrung, kein einfacher Wanderweg.

Wann ist die beste Zeit für die Tour?

Die Sommermonate Juli bis September sind ideal, wenn die Wege schneefrei sind. Bei nasser Verhältnissen steigt das Risiko stark an.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten?

Ja, die Willersalpe und das Konstanzer Jägerhaus bieten sich zur Einkehr an.

Kann ich die Überschreitung umgehen?

Ja, alternativ lässt sich das Rauhhorn auch umgehen. An der Vorderen Schafwanne steigst du ein Stück ab und querst unterhalb des Rauhhorns. An der Hinteren Schafwanne stößt du dann wieder auf den eigentlichen Weg.

Welche Risiken sollte ich kennen?

Vor allem im Gipfelbereich gibt es exponierte, ausgesetzte Gratpassagen sowie Kletterstellen ohne fixe Sicherungen. Es besteht Sturz- und Absturzgefahr bei fehlender Erfahrung und Konzentration. Wetterumschwünge in den Alpen können schnell gefährlich werden. Es gibt ab der Willersalpe keine Schutzstelle. Bei vorhergesagten Gewittern, Schneefall, Regen und Nebel solltest du diese Tour nicht machen!

Kann ich dir Tour auch ohne Auto und mit dem ÖPNV machen?

Ja, direkt in Hinterstein befindet sich eine Bushaltestelle, der nächste Bahnhof befindet sich in Sonthofen. Am E-Werk Auele hält der Giebelhausbus. Mit diesem kannst du den Rückweg etwas verkürzen.

Icon Achtung

Frühling im Tal - Winter in den Bergen
Während im Tal nach und nach der Frühling Einzug hält herrscht in den mittleren und höheren Lagen noch tiefster Winter. Beachte bei deiner Tourenplanung im Frühling besonders, dass viele Wege teils noch unter einer hohen Schneedecke liegen und tageszeitlich bedingt vereist oder sehr sulzig sein können. Achte stets auch auf die Lawinensituation vor Ort und plane deine Touren sorgfältig. Lawinen können sich im Frühling u.a. durch Erwärmung spontan und von selbst lösen.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.