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Wandern im Allgäu bei Hitze

Wandern im Allgäu ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis – doch gerade bei Hitze im Sommer braucht es die richtige Planung. Hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und anspruchsvolle Höhenmeter stellen besondere Anforderungen an den Körper dar. In diesem Beitrag erfährst du, wie du auch bei Hitze sicher, entspannt und genussvoll im Allgäu wandern kannst.

Bei den folgenden Tourvorschlägen bewegst du dich oftmals unter Schatten spendenden Bäumen und im Wald:

Die besten Wandertipps bei Hitze im Allgäu

  • Früh starten – Hitze vermeiden: Beginne deine Wanderung möglichst früh am Morgen. Die Temperaturen sind angenehmer, die Wege weniger überlaufen und du hast mehr Energie für den Aufstieg.
  • Schattige Wanderwege wählen: Setze bei Hitze auf Waldwanderungen, Schluchten / Tobelwege oder Touren entlang von Wasserläufen. Besonders beliebt im Allgäu sind dabei die Breitachklamm und die Starzlachklamm.
  • Genügend Wasser & Elektrolyte mitnehmen: Bei sommerlichen Temperaturen solltest du je nach Tour mindestens 2 – 3 Liter Wasser pro Person einplanen. Ergänzend helfen Elektrolyte gegen Kreislaufprobleme. Tipp, wenn auch gewöhnungsbedürftig: 1/3 Apfelsaft, 2/3 Wasser + guter Schuss Salz
  • Die richtige Ausrüstung: Leichte, atmungsaktive Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sind Pflicht. Wanderstöcke entlasten zusätzlich die Gelenke.
  • Höhenlagen nutzen: Ab etwa 1.500 Metern sind die Temperaturen oft deutlich angenehmer (zu beachten: Bei ca. 1.800 Metern endet die Waldgrenze, darüber bewegst du dich oft direkt der Sonne ausgesetzt). Allgäuer Bergbahnen erleichtern den Aufstieg und sparen Kraft.

Sicherheit geht vor: Wandern bei großer Hitze

Achte auf Warnsignale deines Körpers wie Schwindel, Übelkeit oder starke Erschöpfung. Plane ausreichend Pausen ein und brich die Tour lieber früher ab. Informiere dich vorab über Wetter, UV-Index und Gewitterrisiko, z.B. auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.

Bei Temperaturen über 30°C empfehle ich dir deine Wanderung auf einen kühleren Tag zu verschieben.

Wandern im Allgäu bei Hitze – mit Planung ein Genuss

Mit der richtigen Vorbereitung ist Wandern im Allgäu auch bei Hitze nicht nur möglich, sondern ein echtes Highlight. Früh starten, schattige Wege wählen, ausreichend trinken und die alpine Vielfalt nutzen – so wird deine Sommerwanderung sicherer und bleibt in Erinnerung.

Bonustipp

Mein persönliches Highlight ist es nach einer anstrengenden Wanderung die Beine (bis max. zu den Knien, oft reichen die Füße bis zum Knöchel) in einen kalten Gebirgsbach zu stellen und ein wenig zu „kneippen“. Auch wenn es anfangs ziemlich kalt und unangenehm sein kann: Danach fühlen sich die Beine wie frisch erholt an und es läuft sich schon ein gutes Stück leichter. Natürlich solltest du dabei auf deinen Kreislauf achten und ebenfalls darauf, dass du dich nicht in einen reißenden Gebirgsbach oder an absturzgefährdete Stellen begibst!

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.