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Kemptner Kopf – Mittelschwere Wanderung im Kleinwalsertal

Bergtour Kemptner Kopf Wasserfall mit Hinterer Wildenalpe

Kurzportrait

Mittelschwere und abwechslungsreiche Wanderung (T4) auf den Kemptner Kopf im Kleinwalsertaler Wildental. Die 12,4 km und etwa 900 Höhenmeter beinhalten vor allem im oberen Bereich der Tour felsige und geröllige Wegstellen, teils leicht ausgesetzt, teils mit leichter Kraxelei. Im unteren Bereich gibt’s zwei Einkehrmöglichkeiten, die beste Wanderzeit ist von Juli – September.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

900 hm

Abstieg

900 hm

Distanz
12,4 km
Dauer
6h 55m
Höchster Punkt

2193 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T4

Schlüsselstelle
#1 Kehren unterhalb der Kemptener Scharte – Fels kann rutschig sein, leicht ausgesetzt
#2 Gipfelaufbau Kemptner Kopf teils leichte Kraxelei
Wege
Anspruchsvolle Bergwanderwege
Kies, Erde, Fels, Geröll
Einkehrmöglichkeit
Innere Wiesalp, Fluchtalpe
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Lust auf eine schöne Rundumblick-Tour an der Deutsch-Österreichischen Grenze? Dann bist du hier genau richtig!

Start deiner Wanderung auf den Kemptner Kopf (Kemptner Köpfle – 2.193m) ist der kostenpflichtige Wanderparkplatz am Bergheim Moser in Mittelberg im Kleinwalsertal

Die ersten 150 Höhenmeter bis zur Fluchtalpe bewältigst du über einen breiten Schotterweg mit tollem Blick auf die Schafalpenköpfe. Schon bald führt dich hier der Weg über den rauschenden Wildentalbach, anschließend weiter vorbei an der Innere Wiesalpe zur Fluchtalpe (beide bewirtschaftet). Von hier aus wird auch die Fiderepasshütte per Materialseilbahn versorgt.

Toll zu wissen: Auf deinem Abstiegsweg wirst du wieder an der Fluchtalpe, bzw. der Innere Wiesalpe vorbeikommen. Diese bieten sich wunderbar für einen belohnende Stärkung am Ende deiner Tour an. Den Buttermilch-Heidelbeerkuchen auf der Fluchtalpe kann ich dir wärmstens empfehlen.

Davor warten allerdings noch ein paar Höhenmeter auf dich. Links an der Fluchtalpe vorbei führt dich der weitere Weg in geschotterten Kehren weiter bergan (T2). Zuerst noch frei, anschließend ein kurzes Stück durch den Wald, bis du schließlich zu einem Wegweiser gelangst, der dich Linker-Hand Richtung Fiderepasshütte weist und Rechter-Hand deinen Weiterweg Richtung Hintere Wildenalpe (unbewirtschaftet) markiert.

Weiter geht es durch Latschenfelder, vorbei an der Vorderen Wildenalpe, über freie Wiesen hinauf auf die Anhöhe der Hinteren Wildenalpe. Auf dem Weg dorthin warten auch noch zwei mit Drahtseil versicherte Kraxelstellen, die allerdings nicht sonderlich schwierig sind, bei nassen Verhältnissen aber durchaus anspruchsvoller werden können. Nach der Querung des Wildentalbachs über ein Bachbett erreichst du nach weiteren wenigen Höhenmetern schließlich die Hintere Wildenalpe. Bereits hier hast du ein tolles Panorama: Sowohl hinab ins Kleinwalsertal, als auch hinauf zur Kette des Kemptner Kopf.

Zur Kemptner Scharte

Ab hier folgst du dem Wegweiser Richtung Kemptner Scharte. Der Weg führt dich nun weiter durch die Kuhweide am Wildentalbach entlang. Nach einiger Zeit querst du diesen und steigst in weiteren geschotterten Kehren über einen Wiesenhang bergan. Lass dich hier nicht vom Schild „Klettersteig“ verunsichern. Dieses ist als Orientierung für die Begeher des Mindelheimer Klettersteigs gedacht, welcher nach dem Kemptner Kopf seinen Einstieg hat. Der Weg bis hierher verläuft im unschwierigen T2-Gehgelände.

Nach den geschotterten Kehren wird der Weg immer gerölliger und felsiger. Auch der Wiesenhang wechselt in felsiges Gelände. Ab hier bewegst du dich im gut markierten T3-Gelände. Der Aufstiegsweg bis zur Kemptner Scharte ist jederzeit gut erkennbar. Trotzdem solltest du für diesen Weg eine Portion Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen und besonders darauf achten, dass du keine losen Steine lostrittst, da sich weitere Wanderer unter dir befinden könnten.

Von der Kemptner Scharte auf den Kemptner Kopf

An der Kemptner Scharte angekommen erhältst du einen ersten großartigen Blick ins Oberstdorfer Rappenalptal (Allgäu), sowie ins benachbarte Tirol. Nicht unweit von deinem Standpunkt, etwas rechts unterhalb kannst du die Mindelheimer Hütte erkennen, links im Hintergrund den 2.599m hohen Biberkopf. Dein weiterer Weg führt dich links hinauf auf das Kemptner Kopf. Auch hier begibst du dich durch T3-Gelände, der finale Kraxelaufstieg zum Gipfelkreuz bewegt sich kurz im Bereich T4. Oben angekommen erhältst du einen absolut sehenswerten Rundumblick zu den Hammerspitzen, zur Höfats und Trettach, sowie zum Biberkopf und nach Tirol, sowie zurück ins Kleinwalsertal – WOW!

Der Abstieg

… erfolgt bis zur Hinteren Wildenalpe auf dem gleichen Weg. Ab dort folgst du dem Wegweiser hinunter zur Fluchtalpe. Der Weg führt dich durch teils bewaldeten und bewachsenden Berghang auf einem geschotterten Weg bergab. Etwa 100 Höhenmeter oberhalb der Fluchtalpe hast du die Möglichkeit zum Wasserfall abzuzweigen. Hier stürzt sich der Wildentalbach einige Meter in die Tiefe. Weiter geht’s zur Fluchtalpe und der Unteren Wiesenalp zurück zum Parkplatz.

Fazit

Eine lohnenswerte Bergtour durchs wunderschöne Wildental.

Du hast Fragen zur Wanderung auf den Kemptner Kopf?
Dann ab damit in die Kommentare.

Weitere mittelschwere Wanderungen und Bergtouren findest du hier.

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Frühling im Tal - Winter in den Bergen
Während im Tal nach und nach der Frühling Einzug hält herrscht in den mittleren und höheren Lagen noch tiefster Winter. Beachte bei deiner Tourenplanung im Frühling besonders, dass viele Wege teils noch unter einer hohen Schneedecke liegen und tageszeitlich bedingt vereist oder sehr sulzig sein können. Achte stets auch auf die Lawinensituation vor Ort und plane deine Touren sorgfältig. Lawinen können sich im Frühling u.a. durch Erwärmung spontan und von selbst lösen.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

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Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.