Zum Inhalt springen

Aggenstein – Mittelschwere Wanderung im Tannheimer Tal

Wanderung auf den Aggenstein im Tannheimer Tal-2

Kurzportrait

8,6 km und ca. 740 Höhenmeter – das sind die Eckdaten zur mittelschweren Wanderung auf den Aggenstein im Tannheimer Tal. Teils steilere Anstiege, sowie leicht ausgesetzte Kraxelstellen im Gipfelaufbau (mit Stahlseil versichert) machen die Tour anspruchsvoller. Die beste Zeit ist von Mitte Juni bis September, eine Einkehr auf der Bad Kissinger Hütte bietet sich an.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

740 hm

Abstieg

740 hm

Distanz
8,57 km
Dauer
5h 10m
Höchster Punkt

1986 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T3 – UIAA I

Schlüsselstelle
Gipfelbereich felsig und leicht ausgesetzt. Teils mit Stahlseil versichert.
Wege
🔴 Teils anspruchsvolle Bergwanderwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Bad Kissinger Hütte
Beste Wanderzeit
Mitte Juni, Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Immer wieder spannend im Frühjahr ist die Frage: „Ob die Tour wohl schon machbar ist mit den Schneeresten?“
Eine gute Hilfe ist bei dieser Tour die Webcam am Neunerköpfle. Hier bekommst du einen guten Blick auf den Aggenstein und auch auf den Einstein. Schau hier genau auf den Gipfelaufbau, denn der ist sowohl am Aggenstein, als auch am Einstein mit Schneeresten eine echte Herausforderung.

Start der Wanderung auf den Aggenstein ist der Parkplatz Lumberg in Grän

Stand 2024 kannst du die Parkgebühr entweder über die App Parkster oder über den Ticketautomaten bezahlen. Anschließend starten wir unsere heutige Tour in nördliche Richtung durch ein Viehgatter. Wir folgen dem Wegweiser erst nach links, dann nach rechts Richtung Bad Kissinger Hütte / Aggenstein. Die ersten Meter steigen noch moderat über einen breiten Schotterweg an. Bereits hier erhalten wir einen super schönen Ausblick auf unseren heutigen Zielgipfel.

Weiter geht es im Wald schon bald auf einem geschotterten (fels- und wurzeldurchsetzten) Wanderweg weiter bergauf. Unweit der Materialseilbahn der Bad Kissinger Hütte geht es größtenteils im Wald bergauf. Grad im Sommer bilden die Bäume hier einen guten Sonnenschutz und kühlen etwas. Wir queren den Seebach über eine Holzbrücke und schon bald einen weiteren Nebenast des Seebachs. Der Weg ist immer wieder mit Fels durchsetzt, Stöcke sind hier empfehlenswert.

Tipp: Zwischendurch auch mal einen Blick zurückwerfen, denn die Aussicht ist bereits im Aufstieg an manchen Stellen echt schön. Nach etwa 550 Höhenmeter erreichen wir den Wegweiser der nach links zum Aggenstein abzweigt (55 Minuten) und nach rechts Richtung Brentenjoch / Füssener Jöchle. Hier erhalten wir einen super schönen Blick auf den Hopfensee und den Forggensee.

Nach etwa 10 Minuten erreichen wir die Bad Kissinger Hütte, die eine tolle und sogleich die einzige Einkehrmöglichkeit der Tour darstellt. Noch schnell gestärkt und schon geht es weiter Richtung Gipfel.

Zuerst queren wir den Hang, anschließend geht es in Kehren weiter bergauf. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel sind mit einem Stahlseil versichert und sollten nicht unterschätzt werden! Der Fels ist teils speckig und kann bei nassen Verhältnissen sehr rutschig werden.

Am Gipfel angekommen erhalten wir ein wunderschönes 360° Panorama, wow!

Der Abstieg

Für den Weg zurück zum Ausgangspunkt folgen wir dem Aufstiegsweg in umgekehrter Richtung.

Lohnt sich die Wanderung auf den Aggenstein?

Eine super schöne Wanderung, die zurecht äußerst beliebt ist. Starte am Besten hier gleich morgens oder abends, um, zumindest bei schönem Wetter, dem „Ansturm“ etwas zu entkommen.

Tipps

1) Stöcke erleichtern den Aufstieg und bieten Halt beim Abstieg

2) Unbedingt den Weitblick und die Aussicht genießen – a Traum

3) Früh aufbrechen oder spät starten, da sonst Teilnehmer einer Massenwanderung

Fragen zur Tour?
Schreib gerne unten in die Kommentare.

 

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wo liegt der Aggenstein und warum ist die Wanderung so beliebt?

Der Aggenstein (1.986 m) liegt oberhalb von Grän und ist einer der markantesten Gipfel in den Tannheimer Bergen. Die Wanderung auf den Aggenstein begeistert durch eine beeindruckende Aussicht, teils alpine Wege und der Einkehrmöglichkeit auf der Bad Kissinger Hütte. Besonders beliebt ist der Gipfel, da er zusammen mit dem Gipfel des Einstein einer der ersten schneefreien Berge im Frühjahr ist.

Wo startet die Wanderung auf den Aggenstein?

Die beliebtesten Startpunkte für die Aggenstein-Wanderung sind:

  • Grän im Tannheimer Tal – klassische und häufig begangene Route (hier beschrieben)
  • Pfronten (Allgäu) – längerer, aber abwechslungsreicher Aufstieg
  • Breitenbergbahn Pfronten – verkürzt den Höhenunterschied deutlich

Wie lange dauert die Wanderung auf den Aggenstein?

Die hier beschriebene Variante dauert ca. 3,5 – 5 Stunden zum Gipfel und wieder zurück.

Wie schwierig ist die Wanderung auf den Aggenstein?

Die Wanderung auf den Aggenstein gilt als mittelschwer. Besonders im oberen Bereich gibt es leicht ausgesetzte Stellen, drahtseilversicherte Passagen und steiles Gelände. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung sind daher unbedingt erforderlich.

Wie viele Höhenmeter und Kilometer hat die Tour?

Die Wanderung hat ca. 740 Höhenmeter und 8,6 Kilometer.

Wann ist die beste Zeit für die Aggenstein-Wanderung?

Die beste Zeit für eine Wanderung auf den Aggenstein ist von Mitte Juni bis September. Im Frühsommer und Spätherbst können im Gipfelbereich Schneefelder liegen. Dann ist Vorsicht geboten, denn es besteht erhöhte Absturzgefahr, da sich die Stahlseile teils unter dem Schnee befinden.

Welche Ausrüstung brauche ich für die Wanderung auf den Aggenstein?

Für die Tour solltest du einpacken:

  • feste Wanderschuhe mit gutem Profil
  • wetterfeste Bergbekleidung
  • ausreichend Wasser und Proviant
  • Sonnenschutz
  • optional Wanderstöcke

Aufgrund der alpinen Passagen ist gutes Schuhwerk besonders wichtig.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten auf dem Weg?

Ja, im oberen Bereich liegt die Bad Kissinger Hütte.

Ist die Wanderung auf den Aggenstein für Anfänger geeignet?

Für absolute Anfänger ist die Tour nicht geeignet. Wer bereits Erfahrung mit Bergwanderungen hat und schwindelfrei ist, kann den Aggenstein relativ gut bewältigen. Ein langsames Tempo und ausreichend Pausen sind empfehlenswert.

Kann man die Wanderung auf den Aggenstein ohne Auto machen?

Ja, sowohl Grän im Tannheimer Tal als auch Pfronten sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Nutzung der Breitenbergbahn ist eine beliebte Option, um Höhenmeter zu sparen.

Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Weitere Touren-Empfehlungen für dich

Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.