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Überschreitung der Leilachspitze im Tannheimer Tal als Rundtour

Wanderung auf die Leilachspitze im Tannheimer Tal als Rundtour von Rauth

Kurzportrait

Anspruchsvolle und wenig stark frequentierte Bergtour im Tannheimer Tal auf die Leilachspitze (T4 – UIAA I). Von Rauth führt die lange Rundtour durchs Grottental, übers Notländerkar auf den Gipfel und durchs Birkental zurück. Hohe Bergerfahrung und Trittsicherheit vorausgesetzt! Sandige und geröllige, sowie Kletterpassagen im 1. Grad im Gipfelaufbau. Beste Wanderzeit: Juli – September.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

1.230 hm

Abstieg

1.230 hm

Distanz
21,0 km
Dauer
10h 17m
Höchster Punkt

2274 m

Schwierigkeit

Anspruchsvoll
T4 – UIAA I

Schlüsselstelle
Kletterei im Gipfelaufbau und sandige Geröllrinne im Abstieg von der Leilachspitze
Wege
Schwere Bergwege
Kies, Erde, Fels, Geröll
Einkehrmöglichkeit
Keine Einkehrmöglichkeit
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Keine Bergbahn in der Nähe

Lust auf leichte Kletterei und teilweise Ausgesetztheit? Dann bist du hier bei der Wanderung auf die Leilachspitze genau richtig.

Eines vorweg: Die Wanderung ist anspruchsvoll und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Hier benötigst du definitiv Bergerfahrung, sowie Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit!

Start der Wanderung auf die Leilachspitze ist Rauth im Tannheimer Tal

Relativ am Ende des Dorfes findest du auf der linken Seite diesen kleinen und unscheinbaren Parkplatz. Ich empfehle dir deine Wanderung bereits früh zu starten, da der Parkplatz an schönen Tagen schnell belegt sein kann und es keine wirkliche Alternative in der näheren Umgebung gibt. Der Parkplatz ist Stand Juli 2024 kostenlos, du kannst aber eine Spende zugunsten des Roten Kreuzes abgeben.

Der Weg führt uns durchs restliche Dorf bergauf und geht an dessen Ende in einen breiten Schotterweg über. Die ersten 2,5 Kilometer wandern wir so durch den Wald, mal bergauf, mal bergab und folgen dem Wegweiser Richtung Leilachspitze (Leilach). Wenn du die 21 km Wanderstrecke etwas abkürzen möchtest kannst du die 2,5 km einfach auch mit dem Fahrrad zurücklegen.

Durchs Krottental

Der Weg wird schmaler und wir gelangen an ein Hinweisschild, dass uns auf die Steinschlaggefahr im Krottental hinweist. Wir folgen dem Weg ins Krottental, der teils seilversichert ist und uns auch über einen Bachlauf führt. Weiter geht’s anschließend immer am Hang entlang ins Birkental.

Nach dem Abstieg zum Weißenbach queren wir diesen auf einem Holzsteg, bevor uns der Weg wieder, teils steil, bergauf führt. Wir folgen für ein kurzes Stück der Fahrstraße, von der schon nach wenigen Metern erneut der Wanderweg abzweigt. Von hier aus schlängelt sich der Weg in einigen Kehren im Wald bergauf.

Den Hang querend erreichen wir nach etwa 7,7km Gesamtstrecke das Weißenbacher Notländer Kar durch dieses wir zuerst noch über Wiesen wandern und anschließend durch eine Geröllrinne teils kraxelnderweise über Felsblöcke rauf auf den Grat. Immer wieder können wir die wunderschöne und vor allem sehr ruhige und einsame Natur genießen und bestaunen. Solltest du dir bis hierhin unsicher sein oder dich unwohl fühlen, empfehle ich dir dringend umzudrehen. Ab hier wird der Weg nochmal ein Stück anspruchsvoller und ausgesetzter!

Der finale Anstieg zur Leilachspitze

Teils in leichter Kletterei (UIAA I) erreichen wir schließlich nach einem wunderschönen Gratanstieg den Gipfel der Leilachspitze. Auch wenn dieser heute in den Wolken liegt können wir schon bald wieder die herrliche Aussicht genießen.

Der Abstieg

Wir setzen unsere Wanderung in Richtung Südwesten fort und folgen dem Wegweiser Richtung Landsberger Hütte. Wie der Aufstieg hat es auch der Abstieg definitiv in sich. Durch eine steile, schottrige und sandige Geröllrinne führt uns der teils schwer erkennbare Weg (Markierungen vorhanden, teils schwer zu erkennen) bergab. Vorsicht und Konzentration sind hier ein Muss!

Nach der Geröllrinne queren wir im Anschluss mehrere Hänge, sowie mehrere Geröllrinnen, die erneut unsere volle Konzentration erfordern. Vorbei am östlichen und westlichen Krottenkopf erreichen wir schließlich eine kleine Scharte mit Abzweigung, die uns durchs Birkental zurück nach Rauth führt. Wir folgen dem Weg unterhalb der Lachenspitze bergab und erreichen schließlich das östliche Lachenjoch von welchem wir einen schönen Blick auf den Traualpsee erhaschen können.

Achtung, unser Weg zweigt hier nach Osten ab! Die Markierungen verschwinden in der Wiese teils, der Weg ist aber anschließend gut zu erkennen. Für den finalen Abstieg folgen wir diesem bis zur unbewirtschafteten Höflis Hütte und stoßen dort erneut auf den Aufstiegsweg, welchem wir auf bekanntem Terrain zurück zu den Fahrrädern / nach Rauth folgen.

Lohnt sich die Wanderung auf die Leilachspitze?

Ja, aber… Du solltest hier ernsthaft die nötige Erfahrung mitbringen.
Eine schöne Tour im Tannheimer Tal mit tollen Ausblicken und einem vergleichsweise einsamen Gipfel.

Dir hat die Wanderung gefallen oder du hast Fragen zur Tour?

Dann ab damit in die Kommentare.

Weitere mittelschwere Wanderungen im Tannheimer Tal, Allgäu und Kleinwalsertal findest du hier.

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wie hoch ist die Leilachspitze?

Mit 2.274m Höhe ist sie der höchste Berg der Vilsalpseeberge.

Wo liegt die Leilachspitze?

Der 2.274m hohe Berg im Tannheimer Tal gehört zur Bergkette der Allgäuer Alpen und liegt im österreichischen Bundesland Tirol.

Wie weit läuft man bis auf die Leilachspitze?

Bis zum Gipfel sind es ab Rauth ca. 5h 20m. Hinzu kommen weitere ca. 5 Stunden im Abstieg.

Für wen ist die Wanderung auf die Leilachspitze geeignet?

Diese Tour ist ausschließlich Wanderern mit Erfahrung im Klettern und abschüssigem Gelände vorbehalten!

Wie schwierig ist die Wanderung?

Die Tour ist als anspruchsvoll einzustufen. Steile, teils geröllige An- & Abstiege, schmale Pfade und ausgesetzte Passagen erfordern Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung.

Wann ist die beste Zeit für die Besteigung der Leilachspitze?

Die ideale Zeit ist von Juli bis September, wenn ein Großteil der Schneefelder abgeschmolzen ist.

Welche Ausrüstung wird empfohlen?

Für die Bergtour auf die Leilachspitze empfehle ich dir:

  • Stabile Bergschuhe
  • Wetterfeste, warme Kleidung
  • Rucksack mit ausreichend Wasser und Proviant (Es gibt keine Einkehrmöglichkeit auf der gesamten Wanderung!)
  • Wanderstöcke für den Abstieg
  • Helm optional im Gipfelbereich bei erhöhter Steinschlaggefahr
  • Karte oder Offline-Karten App
  • Sonnenschutz

Gibt es Einkehrmöglichkeiten unterwegs?

Entlang der Route gibt es keine bewirtschafteten Hütten. Deshalb ausreichend Wasser und Proviant für über 10 Stunden einpacken!

Ist die Wanderung für Anfänger oder Kinder geeignet?

Nein. Die Leilachspitze ist nicht für Anfänger oder Kinder geeignet.

Was sind die Highlights der Tour?

  • Aussichtsreicher Gipfel auf 2.274 m Höhe
  • Weitblick über die Lechtaler und Allgäuer Alpen
  • Ursprüngliche, wenig begangene Berglandschaft
  • Ruhige Alternative zu stark frequentierten Gipfeln

Wie sicher ist die Route?

Bei guten Bedingungen ist die Route gut machbar, jedoch alpin anspruchsvoll. Nässe, Schnee oder Nebel können die Unfallgefahr deutlich erhöhen. Bei deiner Planung solltest du unbedingt den Wetterbericht mit einbeziehen.

Gibt es Parkmöglichkeiten am Startpunkt?

In Rauth stehen dir sehr begrenzte Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Ich empfehle dir, auch aufgrund der Länge der Tour, eine frühe Anreise.

Gibt es Alternativrouten oder Erweiterungen?

  • Abstieg über den Notländersattel nach Weißenbach am Lech.
  • Über die Lechtaler Scharte auf die Lachenspitze
  • Abstieg über die Lechtaler- und Steinkarscharte oder das Östliche Lachenjoch zur Landsberger Hütte
Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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Wandern im Herbst

Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

Wandern im Frühling

Wandern im Frühling ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Frühling:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.