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Hochgrat – Schöne Wanderung als Rundtour über Brunnenau

Wanderung auf den Hochgrat bei Oberstaufen als Rundtour über die Brunnenauscharte

Kurzportrait

Mittelschwere und weniger begangene Rundwanderung auf den Hochgrat (T3) mit Aufstieg über Brunnenau. Kurze ausgesetzte Stellen (teils am Stahlseil) machen die Tour anspruchsvoller. 12,8 km und ca. 920 Höhenmeter, mehrere Einkehrmöglichkeiten im Abstieg und tolle Panoramablicke warten bei dieser Wanderung auf dich. Die beste Wanderzeit ist von Juli bis September.

Alle Details zur Wanderung

Aufstieg

920 hm

Abstieg

920 hm

Distanz
12,8 km
Dauer
6h 31m
Höchster Punkt

1834 m

Schwierigkeit

Mittelschwer
T3

Schlüsselstelle
Weg zur Brunnenauscharte mit Drahtseil versichert, Auf Abbruchkante im Gipfelaufbau achten (besonders bei nassen Verhältnissen)
Wege
Anspruchsvolle Bergwanderwege
Asphalt, Kies, Erde, Fels
Einkehrmöglichkeit
Mittlere Simatsgundalpe, Bergrestaurant, Staufner Haus, Oberlauchalpe, Untere Lauchalpe, Untere Stiegalpe
Beste Wanderzeit
Juli, August, September
Landschaft
Parkplatz | Haltestelle
Link zu Komoot
Download GPX
Bergbahn-Anbindung
Hochgratbahn

Heute geht’s auf den höchsten Berg der Nagelfluhkette, den Hochgrat bei Oberstaufen. Bist du bereit?

Wanderung auf den Hochgrat als Rundtour

Um etwas Abwechslung in die Tour zu bringen entscheiden wir uns heute für die Runde über die Brunnenauscharte. Und zwar zuerst dorthin und dann auf den Hochgrat. Denn meine persönliche Empfehlung ist, die schwierigsten Stellen (Schlüsselstellen) wenn möglich im Aufstieg zu begehen. Und so parken wir unser Auto am Parkplatz der Hochgratbahn und biegen dort nach links ab. Wir folgen der Fahrstraße, die schon bald moderat ansteigt und uns zur ersten Einkehrmöglichkeit der Tour, der Mittleren Simatsgundalpe, führt. Dort findest du ebenfalls wunderschön gelegen die Kapelle St. Rochus.

Weiter geht’s auf der Fahrstraße, von der uns schon bald ein Wegweiser den Weg nach rechts Richtung „Hochgrat über Brunnenau“ den Hang hinauf weist. Der Weg wird schmäler und steilt gut auf. Stöcke sind hier auf jeden Fall empfehlenswert. Der Wanderweg verläuft im unteren Teil des Anstiegs teils durch den Wald, teils über offene Weideflächen.

Vorbei an grasenden Kühen wandern wir weiter bergauf. Im oberen Teil lässt sich nur wenig Schatten finden, ebenso wie im restlichen Aufstieg über den Bergrücken auf den Hochgrat. Im Sommer kann es hier ziemlich warm werden. Deshalb ist es sehr ratsam, Sonnenschutz und ausreichend Trinken einzupacken.

Die Schlüsselstelle kurz vor der Brunnenauscharte ist zum Glück zum Großteil mit Stahlseilen versichert. Über Felsstufen und Eisentritte gelangen wir weiter bergan und erreichen schließlich die Scharte. Zwar ist es heute bewölkt aber bei sonnigem Wetter kannst du hier eine richtig gute Aussicht bestaunen.

Hochgratig schee!

Wir biegen nach rechts ab und folgen dem Wegweiser Richtung Hochgrat, den wir bereits von hier aus erspitzeln können. Der Wanderweg verläuft teils an der Abbruchkante, ist aber gut zu begehen. Durch wunderschöne Blumenwiesen geht es schließlich hinauf auf den höchsten Berg der Nagelfluhkette. Wow, auch hier erhalten wir selbst bei bewölktem Himmel einen tollen Ausblick. Bei guter Fernsicht siehst du hier sogar den Bodensee.

Der Abstieg

Nach einer ausgiebigen Gipfelbrotzeit entscheiden wir uns für den Abstieg. Hier hast du zwei Möglichkeiten für den Abstieg bis zur Bergstation der Hochgratbahn: Entweder durch das Weidegatter auf einem Schotterweg bergab oder auf einem Wanderweg, der an der Abbruchkante entlang über Felsgelände führt (mit Stahlseil gesichert). Wir entscheiden uns für Variante zwei und steigen so zur Hochgratbahn hinab. Dort hast du ebenfalls eine Einkehrmöglichkeit, etwas unterhalb bietet sich auch das Staufner Haus für eine stärkende und wohlverdiente Brotzeit oder ein kühles Getränk an.

Der Weg zurück zum Parkplatz führt uns über einen teils steilen und breiten, geschotterten Fahrweg hinab. Vorbei an der Oberlauchalpe folgen wir dem Weg, der im Taleinschnitt angelangt in einen asphaltierten Weg übergeht. Von dort wandern wir vorbei an der Unteren Lauchalpe und, etwas abseits gelegen, der Unteren Stiegalpe zurück zum Ausgangspunkt.

Übrigens: Falls du dir den Abstieg sparen möchtest kannst du auch bequem mit der Hochgratbahn wieder zurück ins Tal pendeln.

Lohnt sich die Wanderung auf den Hochgrat als Rundtour

Auf jeden Fall! Stöcke und eine Portion Trittsicherheit solltest du einpacken, ebenso Platz für schöne Allgäuer Bergmomente 😉 Ich wünsche dir ganz viel Freude.

Wie hat dir die Wanderung gefallen?
Schreib’s gern unten in die Kommentare.

Hier findest du weitere mittelschwere Wanderungen im Allgäu & Tannheimer Tal

Fragen & Antworten zur Wanderung

Wie lang ist die Wanderung auf den Hochgrat über Brunnenau?

Die Rundwanderung ist 12,8 km lang. Die reine Gehzeit beträgt 5 – 6,5 Stunden, abhängig von Kondition, Pausen und Wetter.

Wie viele Höhenmeter hat die Tour?

Es sind etwa 920 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Wie schwierig ist die Wanderung?

Die Tour ist als mittelschwer einzustufen. Der Weg über Brunnenau ist steil, teilweise schmal, an kurzen Stellen ausgesetzt und erfordert gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet?

Für Wanderanfänger ist die Wanderung nicht geeignet. Empfehlenswert ist die Tour für geübte Bergwanderer mit entsprechender Ausdauer.

Gibt es Einkehrmöglichkeiten unterwegs?

Eine Einkehr ist erst im Abstieg mit dem Erreichen der Bergstation der Hochgratbahn möglich. Deshalb ausreichend Wasser und Verpflegung einpacken!

Wann ist die beste Zeit für die Hochgrat-Wanderung über Brunnenau?

Die beste Zeit ist von Juli bis September. Im Frühjahr können Schneefelder liegen, bei Nässe ist der Weg rutschig. Bei Gewittergefahr solltest du die Tour lieber auf einen anderen Tag legen.

Welche Ausrüstung wird empfohlen?

Für die Wanderung empfehle ich dir folgende Ausrüstung:

  • Feste Bergwanderschuhe
  • Wetterfeste Kleidung
  • Ausreichend Wasser & Proviant
  • Sonnenschutz
  • Optional: Wanderstöcke für den Abstieg

Wo ist der Startpunkt der Wanderung?

Startpunkt ist der Wanderparkplatz an der Hochgratbahn in Oberstaufen-Steibis.

Ist der Weg gut ausgeschildert?

Ja, die Wanderung ist markiert, jedoch weniger frequentiert als andere Hochgrat-Aufstiege. Eine Wanderkarte oder GPS-App (Offline-Karte) solltest du dennoch einpacken.

Was sind die Highlights der Route?

  • Ruhige, weniger begangene Aufstiegsroute
  • Ursprüngliche Berglandschaft
  • Wunderschöner Panoramablick aufs Allgäu und den Bregenzerwald
  • Mehrere tolle Einkehrmöglichkeiten im Abstieg
Icon Achtung

Winter in den Bergen
Schnee vom Gipfel bis ins Tal. Touren, die im Sommer gut machbar sind können im Winter um ein Vielfaches anspruchsvoller sein oder sollten aufgrund von Lawinen- & Absturzgefahr unbedingt gemieden werden! Achte stets auf den aktuellen Lawinenlagebericht und plane deine Touren sorgfältig.
# Plane längere Gehzeiten aufgrund von Schnee / Vereisung mit ein (je nach Tour Schneeschuhe, Grödel oder Steigeisen mitnehmen)
# Bedenke die früh einsetzende Dunkelheit (Stirnlampe einpacken!)
# Im Notfall Notruf wählen (DE & IT 112 ::: AT 140 ::: CH 1414)

Andreas Beiderbeck - Wandern im Allgäu

Wer schreibt hier eigentlich?

Hej, ich bin der Andreas und wie du vielleicht schon festgestellt hast super gern in den Bergen unterwegs. Schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Schau dich gerne weiter um.

Hier gibt’s weitere Infos über mich

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Wandern im Herbst ist wunderschön, kann unter Umständen aber auch gefährlich werden.

Gefahren beim Wandern im Herbst:
# Vereiste oder sulzige Wegstellen können zur Blockade oder zum (Ab)Sturz führen.
# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
# Durch die tageszeitliche Erwärmung lösen sich Lawinen gerade in den Nachmittagsstunden schneller von selbst.
# Lawinen können sich auch oberhalb von noch schneefreien Wanderwegen lösen.
# Die Wegfindung kann durch zugeschneite Wege und Wegmarkierungen deutlich erschwert sein.

Was wird im Herbst beim Wandern unterschätzt?
# Die Tage sind nicht mehr so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Herbst wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Schneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt oft früher Schnee als in südseitigen Hängen.

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# Bei einer hohen Schneedecke kannst du temperaturbedingt tief einsinken, was das Vorankommen erheblich erschweren kann.
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# Lawinen können sich auch oberhalb von bereits schneefreien Wanderwegen lösen.

Was wird im Frühling beim Wandern unterschätzt?
# Wanderungen, die im Sommer machbar erscheinen sind im Winter und im Frühling oft lebensgefährlich und sollten dringlichst gemieden werden.
# Die Tage sind noch nicht so lang wie im Sommer. Denk daher an eine rechtzeitige Umkehr und brich deine Tour lieber ab, falls es zu spät wird.

Nützliche Tipps:
# Eine defensive Tourenplanung ist ratsam. Verzichte auf Touren in höheren Lagen mit Schneekontakt. Auch in tieferen Lagen wandert es sich im Frühling wunderschön. 
# Erweiterte Ausrüstung wie Grödel und Stöcke bieten höhere Sicherheit gegen Abrutschen auf Altschneefeldern (wenn diese noch gefroren sind, nicht sulzig).
# Informiere dich über aktuelle Verhältnisse (z.B. bietet der Bergsportbericht Oberstdorf eine tolle Übersicht über aktuelle Verhältnisse rund um Oberstdorf. Dieser wird täglich aktualisiert).
# Auf Webcams kannst du dir die Verhältnisse in der Umgebung ansehen. Beachte aber unbedingt die Ausrichtung der Kamera – in nordseitigen Hängen liegt meist länger Schnee als in südseitigen Hängen.

Eine gute Tourenvorbereitung ist wichtig

Auf meinen Seiten biete ich dir viele Informationen und Daten zur jeweiligen Wanderung. Doch zählen viele weitere Faktoren zu einer guten Tourenvorbereitung. Diese habe ich für dich hier übersichtlich zusammengefasst.

Schwierigkeit der Tour bei BERGHUPFER

Für Einsteiger geeignet: Hier bewegst du dich größtenteils auf Fahrstraßen, breiten Schotterwegen oder gut ausgebauten Wanderwegen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T1 und T2 Wege
Für Bergerfahrene: Die Wege werden schmaler und zu Pfaden, teilweise kann ein Wegstück mit Stahlseil versichert sein. Auch das Klettern im 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA sollte möglich sein. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T3 und T4 Wege
Für Bergprofis: Ausgesetzte Wegstellen, der Pfad ist oft nicht markiert und nur schwer erkennbar. Das Klettern im 2. Schwierigkeitsgrad nach UIAA solltest du beherrschen. Grob gesagt auf der Bergtourenskala: T5 und T6 Wege

Was bedeuten die Farbpunkte

Die Farbpunkte richten sich im Groben nach der Beschilderung auf dem Wegweiser.
🔵 Leichte, alpine Wege
🔴 Mittelschwere, alpine Wege oder Steige
⚫️ Hochalpine Wege oder Steige

Information zur Datenangabe

Die angegebenen Höhenmeter beziehen sich auf die von Komoot vorgegebene Höhenmeterangabe. Erfahrungsgemäß kann diese von den tatsächlichen Höhenmetern abweichen. Beachte daher, dass deine Tour teilweise etwas weiter hinauf gehen kann.

Die angegebene Zeit bezieht sich auf die von Komoot errechnete Durchschnittszeit. Wenn du also generell etwas sportlicher in den Bergen unterwegs bist, kann sich deine Tourdauer entsprechend verkürzen. Wenn du sehr konditions- und ausdauerarm bist, kann sich die Dauer deiner Wanderung entsprechend verlängern.